USB-Laufwerk mit Gesichtserkennung

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Um wertvolle Firmendaten offline von A nach B transportieren zu können, haben die Japaner ein USB-Drive entwickelt, das selbst nach dem Diebstahl dicht halte.

Die Ingenieure von Futen haben den kleinen Mobilspeicher mit einer ausgewachsenen Gesichtserkennung gekoppelt, die nur bei exakter Wiedererkennung der vorgegebenen Personen die verschlüsselten Daten freigibt.

Natürlich sitzen auf dem USB-Drive weder Kamera noch Scanner, sondern die Hardware des Zielrechners wird dafür zweckentfremdet. Ein Dieb ohne Webcam hat damit ohnehin schon verloren. Aber selbst mit dem passenden Rechner kommt er nicht weit, denn so lange er kein Zwilling von einer der zugangsberechtigten Personen ist (oder ein hochauflösendes Farbfoto von ihnen vor die Linse halten kann), gibt das System den Zugang aufs Laufwerk nicht frei.

Futen gibt die Irrtumsquote bei der Gesichtserkennung mit 2 Prozent an. Der Kunde selbst kann die Bildprozedur auch umgehen und sich per Passwort einloggen. Die Daten hacken zu wollen, ist angesichts einer 256-bit AES-Verschlüsselung ziemlich müßig.

Da der Zielrechner auch eine Fremdfirma oder ein Kunde sein könnte, muss dort nicht extra Software vorinstalliert oder geladen werden, da das USB-Drive alles nötige mitbringt. Es braucht eben nur eine Webcam am Ziel seiner Reise.
Futen nennt sein USB-Drive passenderweise “Lockface” und verlangt für die erste 4-GByte-Variante 110 Dollar. In Japan wird es bereits ausgeliefert. Größere Versionen soll es bald geben – auch weltweit. (Ralf Müller)