Analyst: Die PS3 kostet Sony immer noch Geld

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Mit jeder einzelnen PlayStation 3, die über den Ladentisch gehe, fahre der Hersteller ein kleines Minus ein, behaupten die Marktexperten von iSuppli.

Die erste PS3-Serie habe in der Herstellung 49,72 Dollar pro Stück mehr gekostet als im Laden eingespielt, rechnen die Analysten vor. Mittlerweile gibt es die Slimeline-Version mit 120 GByte Festplatte, was die Verdienstlücke etwas reduziert habe, und zwar auf 37,27 Dollar pro Stück. Sie wird im Laden für 299 Dollar verkauft, stehe in den Büchern aber mit gut 336 Dollar Fertigungskosten.

Das Geld für den weltweiten Transport oder Werbe- und Marketingkosten seien in diese Kalkulation noch gar nicht eingerechnet. Nur in Europa bewege sich die Konsole nahe an oder auch mal leicht über der Profitablität, ergänzt iSuppli-Chefanalyst Andrew Rassweiler.

Die Baukosten für das Slimeline-Modell konnten hauptsächlich durch eine höhere Komponentenintegration, ein günstigeres Netzteil (220 statt 400 Watt) und weniger Materialbedarf gesenkt werden. Der teuerste Chip in der PS3 sei der von Nvidia stammende Grafikchip, den iSuppli auf einen Einkaufspreis von 45,82 Dollar schätzt. Der Cell-Prozessor kostet dagegen nur 37,73 Dollar. Das sind 19 Prozent unter der CPU in der ersten PS3. (Ralf Müller)