16. Dezember: Nokia N900
Das Power-Smartphone

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Das N900 ist eines der ungewöhnlichsten Handys des Jahres. Das liegt nicht nur daran, dass es viel dicker ist als die anderen, sondern auch an dem völlig neuen Betriebssystem. Das finnische Smartphone setzt nämlich auf Linux und macht seinen Job dabei sehr gut.

Dick, aber gut

Das Nokia N900 ist ein Slider-Smartphone mit einem 3,5 Zoll großen Touchscreen – das entspricht der Bildschirmgröße des iPhones. Das Gerät ist nicht nur dick, sondern mit 182 Gramm auch schwer. Dafür kann es wirklich viel: Alles, was man von einem Handy heutzutage erwartet, ist bereits mit an Bord. Dank eines ARM Cortex A8 Prozessors ist das Smartphone recht fix unterwegs und hat einen gewaltigen vorinstallierten Speicherplatz von 32 GByte. Wem das noch nicht ausreicht, der kann ihn per Micro-SD-Karte erweitern.

Auch überzeugend ist der Bildschirm mit einer Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten. Dadurch kann man Webseiten ohne Probleme überblicken – gute Augen vorausgesetzt. Apropos Webseiten: Das N900 hat einen sehr guten Mobil-Browser auf Firefox-Basis. Der ist nicht nur in der Lage Internetseiten richtig und standardkonform darzustellen, sondern versteht sich auch in Flash, Java-Script und AJAX.

Ebenfalls überzeugend ist die Kamera des N900 – die macht recht ansehnliche Bilder. Doch die größte Stärke des Nokia-Handys ist und bleibt sein Betriebssystem. Maemo 5 ist eine freie Linux-Distribution für Handys und zeichnet sich vor allem durch seine Multitasking-Funktionalität und den gewaltigen Umfang aus.

All das macht das N900 zu einem sehr guten Handy, das man getrost zu Weihnachten verschenken und sich schenken lassen kann, ohne es bereuen zu müssen. (Maxim Roubintchik)