Supercomputer für 6000 Euro

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Einen erschwinglichen Supercomputer haben Forscher der Universität Antwerpen konstruiert. Der Fastra II basiert auf Gaming-Hardware und schafft bis zu 12 Teraflops.

Den nach eigenen Angaben schnellsten Desktop-Superrechner haben Forscher in einem Labor der Uni Antwerpen gebaut. Die Maschine Fastra II eignet sich besonders für grafische Anwendungen wie 3D-Imaging.

Dabei setzen die belgischen Entwickler nicht auf Prozessoren von Intel oder AMD, sondern auf Grafik-Prozessoren von Nvidia.

13 Grafikchips von Nvidia
Der Fastra II ist mit insgesamt sechs GTX295 Dual-Karten und einer GTX275-Single-Chip-Karte von Grafikspezialist Nvidia bestückt. Damit arbeiten insgesamt 13 GPUs (Graphic Processing Unit). Fastra II setzt den Trend fort, zunehmend die Rechenleistung von Grafik-Chips für wissenschaftliche Anwendungen zu nutzen.

Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz.
Das Projekt Fastra war bereits letztes Jahr ins Leben gerufen worden. Die neue Version Fastra II soll nun die weiter gestiegenen Anforderungen der wissenschaftliche Projekte an der Uni erfüllen.

Der Fastra II ist vorerst nicht käuflich zu erwerben. Allerdings werden Unternehmen, die einen Rechner für High-Performance-Computing suchen, inzwischen auch bei Herstellern wie Cray fündig, die »kleine« Supercomputer wie den CX-1 schon zu Preisen um 10 000 Dollar anbieten.
(mt)

Weblinks
Fastra II
Cray CX-1