TESTS
Norton Ghost 15 im Test
Geisterhafte Systemsicherung
Test mit installierten Ghost
Im zweiten Testdurchlauf sichert PCpro das System im Live-Betrieb. Die Geschwindigkeit des Prozesses und die von Ghost 15 genutzten Ressourcen kann der Anwender über einen Schieberegler sehr leicht einstellen. Steht
der Regler ganz rechts, genießt Ghost 15 höchste Priorität, andere Applikation starten und laufen dann deutlich langsamer. Für das Schreiben von Texten reicht aber diese Einstellung aber auch auf einem älteren 2 GHz-Dual-Core-Notebook mit 2 GByte RAM allemal. Wer parallel zur Datensicherung mehr PC-Power benötigt, etwa um Grafiken zu bearbeiten, kann den Schieberegler nach links bewegen. Ghost 15 arbeitet dann langsamer, aber nicht weniger zuverlässig. Im Test haben wir nebenher einen kleinen Text geschrieben und ein paar Screenshots gemacht. Die Dauer des Sicherungsprozesses verlängerte sich dadurch nur unwesentlich auf 57 Minuten und 18 Sekunden.
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Insgesamt kommt der Anwender sowohl mit der Recovery-CD als auch mit dem installierten Ghost 15 gut zurecht. Im direkten Vergleich erweist sich jedoch Acronis True Image 10 als etwas eingängiger. Gefährlich könnte für Einsteiger in Ghost 15 sein, dass sie versteckte Partitionen aktiv in die Sicherung einbeziehen müssen. Wer dies vergisst oder das kleine Häkchen übersieht, kann bei einem Systemschaden im schlimmsten Fall ohne diese Daten dastehen. Unschön für Einsteiger: Im Handbuch, das als PDF vorliegt, findet sich auf Anhieb ein Fehler, der die Bedienung erschweren kann. Hier wird auf ein Menü namens Aufgaben verwiesen, das im Programm allerdings Tasks heißt.
Ghost 15 arbeitet im Test zuverlässig und stabil. Um nachträglich in Backups nach einzelnen Dateien und Ordnern zu suchen, können die zuvor gesicherten Volumes über Ghost gemountet und im Windows-Explorer verwendet werden. Soll ein gesichertes System (so genannter Wiederherstellungspunkt) vor der Wiederherstellung getestet werden, hilft Ghost 15 mit der P2V-Konvertierung. Diese Funktion erstellt auf Grundlage des Backups eine virtuelle Maschine in den Formaten VMWare Workstation 4,5,6, VMWare Server, ESX Server oder Microsoft VHD.
Wer seine Daten-Backups lieber Online speichern möchte, dem bietet Symantec einen entsprechenden Service gegen Aufpreis: 25 GByte Online-Speicher für die Nutzung von bis zu 5 PCs kosten für ein Jahr 49,99 Euro. Dies ist zwar günstiger als das vergleichbare Angebot von Acronis (60 Euro pro Jahr), doch mietet man bei Symantec jahrweise, bei Acronis hingegen monatlich (5 Euro).
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