Nutzerdaten auf Facebook am einfachsten zu phishen

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In einem neuen Test des Sicherheitsanbieters Sophos gaben erneut die meisten Facebook-Nutzer ohne Prüfung ihre Daten für erfundene Facebook-Persönlichkeiten frei: Eine Katze und eine Gummi-Ente zeigen, dass sich in zwei Jahren nichts geändert hat. Vorletztes Jahr fielen die Nutzer einem Plastikfrosch zum Opfer.

»Würden Sie einem absolut fremden Menschen Ihre Mailadresse und das Geburtsdatum sagen?« fragte das britische Sicherheitsunternehmen Sophos. Die Antwort war in den meisten Fällen das Gegenteil von dem, was dann wirklich passierte. Die neue Studie der wiederholte ein Experiment von 2007. Nachdem damals erschreckende 41 Prozent der Nutzer dem erfundenen Frosch »Freddi Staur« bereitwillig ihre Daten überließen, konnte das enorme Anwachsen des sozialen  Netzes diesmal noch mehr unbedarfte Anwender irreleiten.

Genauer gesagt setzte die australische Sophos-Niederlassung das Experiment neu an: Die Gummi-Ente »Daisy Festin« und die Katze »Dinette Stonily« konnten sogar mehr User dazu verführen, ihre Infos freizugeben, als dies 2007 der Fall war: 46 Prozent der 200 angefragten Facebook-Anwender fielen diesmal darauf herein.

So konnten die Mitarbeiter der Security-Experten Bilder von Familie und Freunden, persönliche Vorlieben, Hobbies, Arbeitgeberdaten und andere persönliche Daten in Erfahrung bringen – Facebook ist also der einfachste Weg zur Spionage.

Acht User fragten sogar selbst nach Kontakten zu den Kunstpersonen, ohne vorher angeschrieben worden zu sein. »Die fragen, ob wir ihre Daten phishen dürfen«, lästert ein Sophos-Mitarbeiter. (Manfred Kohlen)

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