IT-Gipfel: Hilfe für Bürger mit malware-verseuchten Rechnern

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Im Kampf gegen Botnets planen BSI und eco die Einrichtung eines Beratungszentrums, das Bürgern mit malware-verseuchten Rechnern helfen soll.

Auf dem derzeit stattfindenden IT-Gipfel in Stuttgart, hat der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft eco ein neues Projekt vorgestellt, mit dem man Deutschland mittelfristig aus den Top 10 der Länder herausbringen will, von denen schädliche Online-Aktivitäten ausgehen, wie Sven Karge, Fachbereichsleiter beim eco, erklärt. Derzeit rangiert Deutschland nämlich bei der Anzahl der infizierten Rechner auf Rang drei, weshalb man in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein provider-übergreifendes Beratungszentrum einrichtet. Dieses soll deutsche Internet-Nutzer, deren Rechner als Teil eines Botnets identifiziert werden, informieren und Hilfestellung sowie Tools zum Entfernen von Malware bieten. Die Provider können ihren Kunden auch Zugangscodes für telefonische Unterstützung bereitstellen, so dass diese sich von einem Fachmann bei der Bereinigung ihres Rechners helfen lassen können.

»Mit dem Projekt entziehen wir den Cyberkriminellen den Boden«, ist sich der eco-Vorstandsvorsitzende Michael Rotert sicher. Lothar Eßer, Referatsleiter beim BSI, ergänzt: »Die von der Bundesregierung und Unternehmen angestoßenen Sensibilisierungsmaßnahmen zeigen Wirkung, das Sicherheitsbewusstsein bei der Bevölkerung wächst. Jetzt kommt es darauf an, konkrete Hilfsangebote zu machen.« (Daniel Dubsky)