Google macht Handy zum intelligenten Suchwerkzeug

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Google hat einige neue Funktionen und Anwendungen für Mobiltelefone mit Android-Betriebssystem vorgestellt. Darunter ist Goggles, mit dem Nutzer Suchergebnisse zu einem Objekt erhalten sollen, das sie mit der Handy-Kamera fokussieren.

Laut Google vergleicht Goggles den Gegenstand mit dem Bestand der Google-Bildersuche, um zu erkennen, um was es sich handelt. Zudem hilft der GPS-Chip des Handys zu erkennen, an welchem Ort sich der Anwender befindet, was die Suche nach den richtigen Ergebnissen erleichtert. Der Dienst „What’s Nearby“ erweitert Google Mobile Maps um eine Funktion, die interessante Orte wie Restaurants oder Geschäfte in der Umgebung anzeigt. Geplant ist, dass das Programm in Zukunft auch anzeigt, welche Waren es im Laden bzw. Speisen es im Restaurant gibt. Zusätzlich soll die mobile Suche mit Hilfe der GPS-Ortung ortsbezogene Treffer ausgeben, um zum Beispiel Fragen nach Begriffen, die von Ort zu Ort unterschiedliche Bedeutung haben, mit den passenden Ergebnissen zu beantworten. Die neuen Applikationen von Android 1.6 gibt es ab sofort kostenlos im Android Market.

Spracherkennung
Bisher nur in englischer, bald aber auch in chinesischer und japanischer Sprache erhältlich ist Google Voice, mit dem Benutzer eine Anfrage stellen, indem Sie ins Handy sprechen. Dank der Spracherkennung, die auf den Servern von Google arbeitet, soll das gesprochene Wort in eine Suchanfrage umgewandelt werden. Eine deutsche Version wurde noch nicht angekündigt.

Echtzeitsuche
Die altbekannte Suchmaschine will Google in den kommenden Tagen und Wochen um eine Echtzeitsuche erweitern. Dabei sollen in die Ergebnisseiten Inhalte aus sozialen Netzwerken wie Facebook, MySpace und Twitter einfließen. Google hat entsprechende Abkommen mit den Betreibern der Webseiten und Dienste geschlossen. Die Funktion soll Ergebnisse anzeigen, sobald sie erscheinen. Das soll für Dynamik und höchste Aktualität auf der Suchergebnisseite sorgen. Allerdings soll dieses Feature zunächst nur in englischer Sprache bereit stehen. Weitere sollen im Frühjahr 2010 folgen. (Christian Lanzerath)