Twitter-Gründer startet mobilen Bezahldienst

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Jack Dorsey hat ein neues Start-up am Start: Square soll allen Smartphone-, iPod- und Mobilcomputer-Besitzern erlauben, Kreditkartenzahlungen anzunehmen. Genau, annehmen! Falls ein Kumpel einem etwas schuldet. Oder es an Wechselgeld fehlt.

inq_iphonefinger.jpgAlle Welt propagiert seit Jahren, das Mobiltelefon doch bitte zum Zahlungsmittel zu machen. Die Systeme waren einheitlich darauf ausgelegt, dass der Handykunde Geld ausgeben soll. Doch Square dreht den Spieß um: Ein Handybesitzer soll in die simple Lage versetzt werden, schnell mal eine beliebige Summe bargeldlos annehmen zu können. Das ist so ungewöhnlich, dass die Idee wahrscheinlich sogar zünden wird. Wer möchte nicht stets in der Lage sein zu sagen: Okay, her mit der Kohle, mein Handy ist an.
Was braucht man dafür? Ein kleines Plastikdongle – es heißt sinnigerweise Square – welches einfach in die Kopfhörerbuchse gesteckt wird. Das Dongle hat einen Schlitz zum Auslesen der Kreditkarte. Eine App verarbeitet die Daten, nimmt eine Summe entgegen und schickt die Zahlungsdaten an die passende Zentralstelle. Nicht nur Privatleute sollen Square einsetzen können, sondern auch kleine Standbetreiber (Stichwort Flohmarkt, Hotdog-Stand), Cafés und Kioske.
Unterstützen will Square iPhone, iPod Touch, Android, Blackberry und alle Computer. Ab Anfang nächsten Jahres soll die Nutzung in voller Breite losgehen.
Und was kostet der Kram? “Ich glaube sogar, wir können die Squares umsonst abgeben, da sie ziemlich billig in der Produktion sind. Die App selbst wird wohl 1 Dollar kosten”, erzählte Jack Dorsey der L.A. Times. Ob er von den transferierten Summen noch eine Gebühr abziehen wolle, das verriet er bislang nicht.
Übrigens müssen Nutzer erst noch ein Profil anlegen, in dem sie ein Bankkonto hinterlegen. Das sei kein Problem, da Dorsey sein System für sicher hält. Alle Daten werden verschlüsselt und die Infos von der Kreditkarte bleiben nicht im Handy oder im Dongle zurück. Sogar Unterschriften seien auf Smartphones mit Touchscreen machbar. Nur Papierbelege, die werde es nicht mehr geben. (Quelle: TheInquirer.de)

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