Krebsforscher-Studie: Es gibt keine Handy-Hirntumore

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Die Anzahl der Hirntumore hat sich im Handy-Zeitalter nicht erhöht. Eine neue dänische Studie widerspricht damit Skeptikern.

Eine Auswertung der dänischen Gesellschaft für Krebsbekämpfung, die nun im Journal of the National Cancer Institute (Bd. 101, S. 1721)  veröffentlicht wurde, ergab Positives für die Telekommunikations-Industrie und Wasser auf die Mühlen der Skeptiker. Wie gefährlich ist die Strahlung der Mobiltelefone wirklich?

60.000 Fälle von Hirntumoren von Patienten im Alter von 20 bis 79 in den Jahren von 1974 bis 2003 aus Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden wurden von einem Team um die Krebsforscherin Isabelle Deltour untersucht. Ergebnis: Die jährliche Erkrankungsquote blieb auch im Handy-Zeitalter stabil – die kleinen Telefone und ihre Strahlung hatten also gar nichts bewirkt.

Zwar seien fünf bis zehn Jahre nach dem Handyboom möglicherweise zu wenig für eine konkrete Aussage, um klare Änderungen nur aufgrund der Handystrahlung festlegen zu können. Die Zahlen stehen also erst einmal nur für sich – nicht geprüft wurde nämlich, wie viele der Fälle tatsächlich die »mobilen Plaudertaschen« genutzt hatten und in welchem Ausmaß dies stattfand. (Manfred Kohlen)

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