Google entschuldigt sich für rassistisches Bild der First Lady

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Google hat sich für das rassistische Bild von Michelle Obama entschuldigt, das bei der Bildersuche der Suchmaschine an erster Stelle gelistet wurde. Das berichtet die BBC.

Wer bis gestern den Begriff “Michelle Obama” in die Bildersuche von Google eingegeben hat, fand an erster Position eine rassistische Karikatur von Michelle Obama. Das Bild zeigte die Ehefrau des US-Präsidenten Barack Obama mit einem Affengesicht. Google hat sich dafür entschuldigt. Gegenüber der BBC erklärt ein Unternehmenssprecher, dass man aber keine Bilder aus den Ergebnislisten entfernen werde, nur weil sich jemand darüber beschwert. Ausnahmen seien Verstöße gegen das Gesetz und gegen die Bestimmungen von Google selbst.

Dass das Bild so weit oben gelistet wurde, liegt an den Algorithmen, die Google nutzt, um die Ergebnislisten seiner Suche zu erstellen. Google versucht mit diesem automatischen System, relevante und populäre Webseiten und Bilder möglichst weit oben in den Ergebnissen anzuzeigen. Manuell greift der Suchmaschinen-Riese nur ungern ein, um sich nicht den Vorwurf der Zensur gefallen lassen zu müssen.

Mittlerweile ist das Bild von der ersten Seite der Bildersuche verschwunden. Ein Grund dafür könnte sein, dass das Bild von der Webseite, auf der es veröffentlicht wurde, entfernt worden ist. Allerdings: Gibt man nun “Michelle Obama” ein, macht Google mit den Worten “Verwandte Suchvorgänge: michelle obama ape” einen makaberen Vorschlag für einen alternativen Suchbegriff. (Christian Lanzerath)