Microsoft will für Google-Boykott bezahlen

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Offenbar verhandelt Microsoft mit einigen Medienhäusern, um diese dazu zu bewegen, ihre Seiten aus dem Google-Index zu entfernen.

Schon vor einigen Tagen hatte Medienzar Rupert Murdoch Aufsehen erregt, als er überlegte, Google auszusperren und die Inhalte von Seiten wie Wall Street Journal und Times nur noch gegen Bezahlung anzubieten. Zudem hat er einem Bericht der Financial Times zufolge auch den Kontakt zu Microsoft gesucht, das sehr bemüht ist, seine Suche Bing besser gegen Google zu positionieren. In den Verhandlungen ging es demnach darum, News Corp dafür zu bezahlen, dass die Websites des Unternehmens aus dem Google-Index genommen werden.

Darüber verhandelt Microsoft allerdings nicht nur mit News Corp, sondern laut Financial Times auch mit anderen Publishern. Einer freute sich gegenüber der Zeitung, dass es den Wert von Inhalten enorm steigern würde, wenn Suchmaschinen bereit seien, für die Indexierung zu zahlen.

Das Ziel von Microsoft ist klar: exklusive Inhalte für Bing aufspüren und damit dem übermächtigen Konkurrenten Google Marktanteile abjagen. Der spielt das Ganze schon herunter und erklärte laut Financial Times, Zeitungsinhalte seien nicht besonders wichtig und würden keinen großen Anteil am Google-Umsatz ausmachen. (Daniel Dubsky)