Telekom: Projekt One Company

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Das Telekom-Management will das Festnetzgeschäft ausgliedern. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung in Hannover haben die Aktionäre heute darüber abgestimmt.

Den Plan, das Festnetzgeschäft auszugliedern, hatte die Telekom-Führung schon vor einiger Zeit verkündet. Jetzt soll die Entscheidung auf einer Aktionärsversammlung fallen. Die Telekom-Manager wollen das Festnetz- und Mobilfunkgeschäft künftig in einer Deutschland-Gesellschaft zusammenfassen.

Mit der Fusion der Geschäftsfelder T-Home und T-Mobile soll auch die Technik vereinheitlicht werden. Laut Konzern-Chef René Obermann hat der Konzern derzeit noch etwa 3800 Anwendungen im Einsatz. Durch die Umstellung auf »One Company« könne man die Zahl »nahezu halbieren«.

Besserer Service und Lösungen aus einer Hand
Vom Konzernumbau erwartet sich Telekom-Chef Obermann außerdem »positive Ergebniseffekte von bis zu 600 Millionen Euro pro Jahr«, wie er in einer Rede vor rund 2600 Aktionären erklärte. Und nicht zuletzt könnten der Service verbessert und das Produktangebot der beiden bisher getrennten Sparten besser aufeinander abgestimmt werden.

Auf der seit heute zehn Uhr laufenden Hauptversammlung in Hannover sollen die Aktionäre darüber abstimmen. Das heißt konkret: Sie entscheiden über die Zustimmung zu dem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag, mit dem die DTAG den Geschäftsbereich T-Home im Wege der Ausgliederung auf die T-Mobile Deutschland GmbH überträgt.

Update: Nach Presseberichten, die kurz vor Redaktionsschluss eingetroffen sind, haben die Aktionäre dem Vorhaben gerade ihren Segen gegeben.
(mt)

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