eBay und Skype-Gründer legen Streit bei

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Die beiden Skype-Gründer treten die Rechte an einem Stück Software, das Skype nutzt, ab und der Investorengruppe bei, die den VoIP-Anbieter übernehmen will.

Der Verkauf von Skype drohte zu scheitern, nachdem die Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis mit einem der Investoren, Index Ventures, unzufrieden waren. Dessen Chef Michaelangelo Volpi soll während seiner Zeit als Geschäftsführer des von Friis und Zennström gegründeten Videodienstes Joost ihr Vertrauen missbraucht und interne Informationen weitergetragen haben. Zudem gab es Streit um ein Stück Technologie, das Skype braucht, dessen Rechte aber bei der Firma Joltid liegen, die ebenfalls von Friis und Zennström gegründet wurde. Die beiden Skype-Gründer verklagten daher eBay sowie Index Ventures und den früheren Partner Volpi.

Nun hat man sich allerdings mit Skype geeinigt und tritt dem Konsortium bei, das den VoIP-Anbieter übernimmt. Friis und Zennström werden 14 Prozent der Anteile erhalten und übergeben die Joltid-Software, so dass Skype vor weiteren Rechtsstreitigkeiten um diese sicher ist. Index Ventures steigt bei der Übernahme aus – offiziell weil sich die Bedingungen geändert hätten und das Investment damit nicht mehr den Anforderungen entsprochen habe. Die übrigen Investoren Silver Lake, Andreessen Horowitz und das Canada Pension Plan Investment Board sind weiter an Bord und werden 56 Prozent der Skype-Anteile übernehmen. Damit verbleiben nur 30 Prozent bei eBay und nicht wie ursprünglich geplant 35 Prozent. (Daniel Dubsky)