Rupert Murdoch will Google aussperren

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Langfristig werde man für gut recherchierten Journalismus bezahlen müssen, erklärt der Medienzar in einem Interview. Nach dem Einrichten zahlungspflichtiger Dienste werde man die Content-Diebe, die per Google kämen, schrittweise aussperren.

So oder ähnlich wie bei seinem Besitztum dem Wall Street Journal will Murdoch Content auf Dauer zahlungspflichtig machen. Man entwickle derzeit noch verschiedene Modelle, bevor man den Zugang für Bots wie dem von Google langfristig sperre. Man könne mit dieser schnellen Stichwortsuche schließlich keine loyale Leserschaft aufbauen, erklärte Murdoch im Interview mit den australischen SkyNews (YouTube-Video hier). Richtig Geld gemacht werde derzeit sowieso nirgendwo im Internet, setzte er nach.

Suchmaschinen-Anbieter wie Google sollten also langfristig für das Daten-Abgreifen bezahlen, erklärte der News-Corp-Chef – so wie es jetzt schon für das Wall Street Journal geschehe. Und wer dann noch tiefergehenden Inhalt erwarte, dem sollte das ein bisschen Geld wert sein. Zeitungen seien bislang ja auch die günstigste Möglichkeit, sich seriös zu informieren. Und das, ohne Arbeitsplätze von Journalisten zu gefährden. Mit diesen Worten setzte sich der Medien-Tycoon indirekt zur Wehr gegen die vielen schlechten Worte und Videos, die derzeit über ihn im Web kursieren. (Manfred Kohlen)

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