Sind wir auf dem Weg zum Wegwerf-Netbook?

Allgemein

INQ_OneWayNetbooks
Mit Pappkarton-Gehäuse und Billig-Display wird das sicher kein Angeber-Computer. Wenn man das Gerät aber lässig in die nächste Müll- bzw. Altpapiertonne pfeffert, hat man anfangs den coolen “James-Bond-schrottet-seine-Ausrüstung”-Effekt sicher.

Ohne Zweifel wirkt bis dato das Konzept eines Einweg-Notebooks respektive Wegwerf-Billigrechners ziemlich unglaubwürdig. Aber das haben wir früher auch von Fotoapparaten gedacht. Wenn man darüber nachdenkt, könnte es durchaus Sinn machen, am Ziel seiner Reise ein solches Billig-Leihgerät vorzufinden. Oder so ein Pappkarton-Gerät mit an den Strand und zum Pool zu nehmen. Ebenso auf eine Backpacker-Tour, auf ein Boot oder zu sonstigen Gefahrenherden, wo der Mobilrechner Gefahr läuft, geschrottet zu werden oder Beine zu bekommen. Da lässt sich der Verlust eines solchen Discount-Rechners (ohne wertvolle Daten) leichter verschmerzen.

Dafür müssen neben recycelbarem Gehäuse die Kosten wichtiger Module wie Akku, Display und Prozessor so günstig werden, dass der Gerätepreis gegenüber heutigen Mobilrechnern kaum noch ins Gewicht fällt. Die Ingenieure von Yanko Design, denen wir dieses Pappkarton-Konzept zu verdanken haben, schätzen, dass es noch bis 2020 dauere, bevor der Einwegrechner Realität werde. Betrachtet man allerdings den rapiden Preisverfall, den OLPC, Classmate und letztlich die Netbooks ausgelöst haben, könnte es durchaus sogar schneller gehen. Übrigens wirken heutige Mobilrechner nach einigen wenigen Jahren intensiver Nutzung längst wie billige Wegwerfprodukte: Brechende Scharniere, klemmende Tasten, dauerhafte Kratzer im Magnesiumgehäuse, abblätternde Farbbeschichtung oder auch mal ein Riss im Display sowie tote Pixel zeigen, dass Mobilgeräte ohnehin nicht dazu gedacht sind, Oldtimer zu werden. [Quelle: TheInquirer.de]

L´INQs

Epson macht Drucker zum Pfandobjekt

„Diese DVD zerstört sich nach 48 Stunden …“

MSI macht auf Umweltschutz