Ladenhüter iPhone: Kein Erfolg im Reich der Mitte

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Eine Milliarde Chinesen kann nicht irren: Sie lassen das dort 1000 Dollar teure Smartphone einfach links liegen.

Zum Verkaufsstart von Apples Superhandy in China hatten Beobachter mit wenigstens einer halben Million Geräte gerechnet, die über die Ladentische gereicht würden – berichtet die Financial Times Deutschland unter Berufung auf amerikanische Analysten. Doch sie haben die Rechnung wohl ohne den Preis gemacht.

Bei offensichtlich unverschämten 1000 Dollar pro Schachtel (in der Landeswährung Jüan auf jeden Fall eine Zahl mit sehr vielen Nullen) hat der nationale Provider China Unicom in den ersten vier Tagen bloß beschämende 5000 der kalifornischen Kulthandys unter die Bevölkerung gebracht – und das bei einer gigantischen Anzahl von 1,3 Milliarden Chinesen! Zum Vergleich: In Nordamerika und Europa wurde das neueste iPhone letzten Sommer in nur drei Tagen eine Million Mal verkauft.

Dennoch glauben Analysten, dass China sich als wichtigster Markt für das iPhone entwickeln könnte. Dafür allerdings muss der Preis wohl deutlich herunter, denn so viele neureiche Angeber gibt es nicht einmal in der erzkapitalistischen »Volks«-Diktatur.