Sinnlose Schnäppchenjagd bei Quelle?

E-CommerceMarketing

Nachdem der insolvente Versandhändler die Restposten »biliger« zum Verkauf freigab, stürmten die Schnäppchenjäger die Website von Quelle regelrecht – aber oftmals vergeblich.

Sind die Angebote des insolventen Versandhändlers auf dessen Website Quelle.de wirklich günstig? Der Andrang ist schließlich sehr hoch und noch immer ist der Server schwer erreichbar. Wer hinsurft, bekommt meistens die Meldung: »Aufgrund der großen Nachfrage bei Deutschlands größtem Ausverkauf sind unsere Systeme zurzeit leider ausgelastet. Wir arbeiten daran Ihnen schnellstmöglich einen reibungslosen Einkauf zu ermöglichen.«

Die Kolllegen von guenstiger.de wollten nicht glauben, dass die hohen Rabatte, die Quelle derzeit anpreist, wirklich günstiger sind – und fanden im Vergleich heraus: Die heruntergesetzte Ware ist immer noch bis zu 30 Prozent teurer als bei vielen anderen Shops im Internet und oft auch kostspieliger als beim stationären Handel.

Als Beispiel wird ein Flachbildfernseher Philips 52PFL5604H genannt, der aktuell bei Quelle.de 1.348,99 Euro kostet (vorher 1.499,99 Euro). Bei notebooksbilliger.de wird er dagegen aktuell für nur 1.049,00 Euro angeboten. Und sogar bei einem Fachhhändler in Berlin ist das Modell für nur 1.259,00 Euro zu haben.

Anhand der »schnellen« Reaktion auf den Markt zeigt sich zumindest ein Aspekt der Zahlungunfähigkeit des Traditionshauses sehr deutlich – selbst in der Konkurrenzbeobachtung macht das Internet marktfähiger. Wenn man es überhaupt benutzt. (Manfred Kohlen)
 

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