Eolas gibt sich zahm

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Die US-Firma Eolas hat zwar wegen zweier Patente fast alles verklagt, was im Internet Rang und Namen hat, erklärt nun aber, das Internet nicht lahm legen zu wollen.

2003 erstritt Eolas 512 Millionen Dollar von Microsoft, weil der Software-Riese mit seinem Internet Explorer ein Patent verletzte, in dem das Einbetten dynamischer Inhalte in Webseiten beschrieben wurde. Dann war es lange ruhig um die US-Firma, bis sie Anfang Oktober erneut Klage einreichte – dieses Mal gleich gegen 23 Unternehmen, darunter Amazon, Apple, Google, eBay, Sun und Yahoo.

Neben dem Patent, um das es schon 2003 ging, führt man nun noch ein weiteres an, das auch aktuelle Technologien wie AJAX abdecken soll. AJAX wird auf zahllosen Websites eingesetzt, doch zumindest kleine Website-Betreiber bräuchten sich keine Sorgen machen, beruhigt Eolas-Anwalt Mike McKool. »Einzelne Blogger haben von meinem Mandanten nichts zu fürchten. Es wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll, gegen sie vorzugehen«, sagte er dem Focus und beteuert, man wolle das Internet nicht lahm legen. (Daniel Dubsky)