Adobe Premiere Elements 8 im Test
Automatik für Videofilmer

Allgemein

Viele Hobbyfilmer lassen ihre Videos ungeschnitten, weil der Aufwand sie abschreckt. Premiere Elements 8 erleichtert die Schnitt-Arbeit, weil es den Workflow mit halbautomatischen Funktionen unterstützt.

Besser halb- als vollautomatisch

Seit einiger Zeit gibt es Software, die aus gefilmtem Rohmaterial vollautomatisch Videofilme schneidet. Auch Premiere Elements enthält so ein Modul. Man wählt eine Musik, eine Vorlage, ein paar Clips – und der Computer erzeugt daraus ein Video. Die Ergebnisse können aber bisher nur dann überzeugen, wenn die Vorlage zufällig genau zum Material und zu den Vorstellungen des Filmers passt – und das ist nur selten der Fall.

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Adobe geht daher zusätzlich einen anderen Weg, und bietet automatische Unterstützung bei einzelnen Schritten im Workflow an. So bleibt die kreative Freiheit des Cutters erhalten und der Aufwand sinkt trotzdem. Das erste Problem am Schnittplatz ist meist die schiere Fülle des Materials – das gilt für Profis wie für Amateure. Für erstere hat Adobe die Bridge entwickelt, für letztere den Elements Organizer. Der stellt Bilder und Videos nicht nur übersichtlich und nach Stichworten sortiert dar, sondern kann sie neuerdings auch automatisch analysieren. Das dauert zwar furchtbar lange und blockiert zum Teil auch schnelle Rechner, kann aber zum Beispiel über Nacht erledigt werden. Übrigens: Wer verhindern möchte, dass die Analyse den Rechner lahmlegt, kann sie im Organizer mit Bearbeiten/Voreinstellungen/Optionen für automatische Analyse abstellen.

Der Elements Organizer sucht nach verwackelten, unscharfen oder unterbelichteten Szenen, Personen und bewegten Objekten. Die Gesichtserkennung zeigt noch Optimierungspotenzial: Im Test ordnet sie auch schon mal ein viereckiges Schild als menschliches Antlitz ein. Die Qualität der Aufnahmen schätzte das Programm im Test aber recht gut ein.

Premiere Elements 8

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Korrektur-Tools

Es bietet sich auch gleich an, die Fehler zu beheben: Eine Funktion namens SmartFix wendet die passenden Filter an und versucht sie gleich richtig einzustellen. So werden Schatten aufgehellt, Farben und Belichtung korrigiert und Wackler entfernt. Während das bei Licht und Farben im Test ganz gut funktioniert, stößt der Entwackler schnell an seine Grenzen. Alle Filter können manuell nachreguliert oder auch wieder entfernt werden.

Die Funktion SmartTrim versucht, überflüssiges Videomaterial am Anfang und am Ende von Clips zu entfernen. SmartMix optimiert den Ton, indem es die Aufnahmen normalisiert und versucht, Sprachaufnahmen hervorzuheben.

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Sehr gelungen ist die neue Bewegungssteuerung. Sie sorgt dafür, dass Grafikelemente automatisch einem bewegten Objekt im Film folgen. Andere Verbesserungen spielen sich im Detail ab: So zeigt das Programm die Wirkung von Filtern jetzt am aktuell ausgewählten Clip.

Premiere Elements 8

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Fazit

Unterstützung bei jedem Schritt: Premiere Elements 8 erleichtert das Leben von Hobbyfilmern. Die halbautomatischen Hilfen arbeiten noch nicht perfekt, aber das Konzept ist genial.

Premiere Elements 8
Hersteller: Adobe
Internet: www.adobe.de
Preis: 99 Euro

Note: sehr gut
Leistung (50%): sehr gut
Ausstattung (30%): sehr gut
Bedienung (20%): gut

PCpro-Logo SEHR GUT

Das ist neu:
– Erweiterter Organizer
– Neue Automatik
– Video-Analyse
– Personen-Erkennung
– Synchronisieren mit mehreren Computern

Systemvoraussetzungen
Betriebssystem: Windows 7, Vista oder XP SP2
Doppelkern-Prozessor mit 3 GHz
2 GByte RAM
4,5 GByte Festplattenplatz

Premiere Elements 8

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