Microsoft und sein erster Flagship Store

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Gespannte Erwartung in Scottsdale, Arizona: Hunderte von Menschen ersehnen, zum Teil aus Schlafsäcken kriechend, die Eröffnung eines Original Microsoft Shops.

Es geschah an einem Donnerstag, nämlich dem 22. November 2009. Zu jenem historischen Datum begab es sich in einer ansonsten nicht sonderlich angesagten Stadt im Wüstenstaat Arizona, dass, so wie allerdings überall auf diesem Planeten, das mit Spannung erwartete Windows 7 unter die Menschheit verteilt wurde. Doch das ist nicht die eigentliche Story: In einem Einkaufszentrum dortselbst eröffnete an jenem denkwürdigen Tag auch der – zumindest zeitgenössisch, nicht aber historisch gesehen – welterste Microsoft Store, genauer gesagt ein Flagship Store nach dem Vorbild von Apple und Adidas.

Was wohl kaum noch einer weiß: Bereits vor zehn Jahren hatte der Software-Tycoon einen eigenen Shop in San Francisco aufgestellt, aber gleich wieder dichtgemacht. Offenbar waren die Kunden damals noch nicht so Marken-minded wie heute. Nun soll das Konzept der Flagship-Stores anscheinend neu in Angriff genommen werden: Ein zweiter Laden im kalifornischen Orange County folgt dem Vernehmen nach auf dem Fuße, sprich in wenigen Tagen.

Was gibt es dort wohl zu kaufen? Richtig: Alle MS-Produkte, von der X-Box bis hin zum à la Windows maßkonfigurierten PC-System. Auf Youtube können sich Fans des bekanntermaßen extrem charismatischen Herstellers ein Filmchen von den jubelnden Erstbetretern der lifestylig durchdesignten neuen Windows Boutique herunterholen. Ob sich die iPhone-Erfinder in Cupertino angesichts dieser Image-Offensive warm anziehen müssen? Wir glauben das eher nicht.