Asien warnt: DRAM-Speicher wird wieder teuer

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Smartphones, Netbooks und andere Mobilgeräte sowie die erwartete von Win 7 ausgelöste PC-Umtausch-Welle (leichtes Kräuseln?) sind dabei, den Markt der RAM-Chips leer zu saugen.

Das erwarten zumindest die taiwanischen Halbleiterhersteller, die ihre Prognose dem Branchenmagazin Digitimes in die Feder diktierten. Die neue Marktlage kommt insofern überraschend, weil die Fabriken zwei Jahre der Dürre hinter sich haben. Laut den Marktforschern von iSuppli hat die DRAM-Industrie daher ihre Investitionen massiv zurückgefahren: Minus 49 Prozent im Vorjehr und minus 59 Prozent im laufenden Jahr. Die plötzliche Kehrtwende bei der Nachfrage erwischt die Hersteller also auf dem falschen Fuß. Ergebnis: Im August kletterten die Preise für DDR-2-Chips rund 20 Prozent. Das gehe momentan in ähnlichem Tempo weiter aufwärts. “Meiner Einschätzung nach sehen wir bis in den November hinein die Preise klettern, bevor sie sich dann wieder stabilisieren”, prognostiziert Pai Pei-Lin, Vizepräsident beim Speicherhersteller Nanya Technology. Das komme auch daher, weil viele Hersteller längst auf das Pferd DDR3 setzen. “Die Kollegen erwarten, dass die halbe Nachfrage bei PC, Grafikkarten und Server auf die DDR3-Chips entfallen”, erläutert Pai. Doch die vielen preiswerten System der jüngeren Zeit kurbelten eben die Nachfrage bei DDR2 stärker an. Für nächstes Jahr sehen die Taiwaner dann die DDR3-Nachfrage ansteigen – und damit auch die Ptreise. (Quelle: TheInquirer.de)

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