WLAN-Technik: Bei 802.11b keine Klage, aber 20 mal langsamere Verbindung

Allgemein

Als wir vergangene Woche über die wahren WLAN-Erfinder und ihre Lizenzbegehren berichteten, war einigen Lesern eines unklar: Wieso werden Hersteller von 802.11b-Geräten nicht verklagt, die anderen aber schon?

Wir fragten mal bei der CSIRO nach und erhielten nur die kurze Antwort »Ältere und langsamere Technik«.

Die B-Variante ist also nicht von den Patenten abgedeckt. Wir haben dann nochmal nach Details gefragt und Communication Manager Tom McGinness antwortete fachlich korrekt: »Technisch gesehen ist es nur eine unterschiedliche Modulations-Methode. 802.11a/g and n nutzen das »Orthogonal Frequency Division Multiplexing« oder kurz OFDM. 802.11b dagegen verwendet das »Direct Sequence Spread Spectrum«, kurz DSSS. OFDM sei aber bis zu 20 Mal schneller. Sagt die CSIRO.

Aus eigener Erfahrung wird das Netz jedoch auch mit der neuen Technik langsamer, wenn zu viele Leute sie gleichzeitig nutzen: Meine Nachbarn haben alle 802.11g, und wenn alle 12 WLANs in der näheren Umgebung aktiv sind, kriecht die Verbindung. Immerhin sind alle bis auf einEs WPA2-verschlüsselt. Egal: Ich habe WLAN abgeschafft und den Router wieder per Kabel angeschlossen. Aber vielleicht sollte ich wieder den alten B-Router nutzen – trotz 20 Mal weniger Speed funkt da fast keiner so schnell dazwischen – wenn man den Kanal wechseln kann. µ

L’Inqs:
WLAN-Erfinder sahnen ab
Patent-Angriff uf WLAN schon 2006

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