Windows 7: Versionen und Preise
So viel kostet das neue Windows

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Microsoft bringt Windows 7 in sechs verschiedenen Versionen auf den Markt, die unterschiedliche Funktionen mitbringen und zum Teil auch gar nicht für Jedermann zu haben sind. PC Professionell gibt einen Überblick und erklärt, wie Sie günstig an das neue Windows kommen.

Die Versionen

Mit Starter, Home Basic, Home Premium, Professional, Ultimate und Enterprise bringt Microsoft sechs Versionen von Windows 7 an den Start, bei denen man anders als noch bei Vista darauf geachtet hat, dass jede Version alle Features der darunter liegenden Versionen mitbringt. So verliert man beim Upgrade keine Funktionen mehr, wie etwa bei Vista das Media Center beim Umstieg von Vista Home Premium auf Vista Business.

Windows 7 Starter ist eine abgespeckte Version, die speziell für billige PCs, Notebooks und Netbooks gemacht ist. Sie ist nur für OEM-Hersteller zu haben und gelangt nicht in den regulären Verkauf. Es fehlen beispielsweise Aero-Oberflächen und Windows Media Player, zudem gibt es nur eine 32-Bit-Version und nicht wie bei den anderen Editions von Windows 7 auch eine 64-Bit-Version.

Auch Windows 7 Home Basic wird man hierzulande nicht kaufen können, da diese Windows-Version nur in Schwellenländern angeboten wird. So ist denn Windows 7 Home Premium die für deutsche Normalnutzer gedachte Version, die auch auf den meisten Komplett-PCs und Notebooks zu finden sein wird. Hier sind Aero-Oberflächen, Media Player und Media Center an Bord, dazu neue Features wie Homegroup und Multitouch-Unterstützung.

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Windows 7 Professional ist eher für Unternehmen gedacht und unterstützt daher Windows Server Domains, das Dateisystem EFS (Encrypting File System) sowie Location Aware Printing. Auch der XP-Modus, unter dem nicht-kompatible Anwendungen zum Laufen gebracht werden sollen, setzt die Professional- oder eine höhere Version von Windows 7 voraus.

Bleiben Windows 7 Ultimate und Windows 7 Enterprise, die im Prinzip identisch sind – Enterprise wird nur via Volumenlizenzprogramm an Firmen verkauft, Ultimate dagegen im normalen Handel. Ultimate und Enterprise sind quasi die Komplettversion von Windows 7 mit allen Funktionen, darunter auch die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker. Beide können auf eine Virtual Hard Disk (VHD) installiert werden und von dort Booten. Zudem erlauben sie einen Wechsel der Systemsprache, während man sich bei den anderen Versionen von Windows 7 von vornherein für eine Sprachversion entscheidet.

Die Preise

Im Handel sind nur Windows 7 Home Premium, Professional und Ultimate zu haben. Neben den Voll- und Upgrade-Versionen gibt es auch so genannte System-Builder-Versionen, die eigentlich für die Vorinstallation auf Komplett-PCs gedacht sind. In Deutschland dürfen diese laut einem Urteil aus dem Jahr 2000 aber auch ohne PC verkauft werden, so dass sie in den meisten Fällen die günstigste Variante sind, um an ein neues Windows zu kommen.

Im Unterschied zur Voll- beziehungsweise Upgrade-Version muss der Anwender zwar auf kostenlose Support-Anfragen bei Microsoft verzichten und sich beim Kauf für 32- oder 64-Bit-Version entscheiden. Doch das sollte für die meisten Käufer kein Problem darstellen.

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Beim Online-Händler Amazon kosten die System-Builder-Versionen von Windows 7 Home Premium jeweils 77,95 Euro. Die Professional-Versionen gibt es für 114,95 Euro, die Ultimate-Versionen für 149,95 Euro.

Zum Vergleich: als Preisempfehlung für die Vollversionen gibt Microsoft 199,99 Euro (Home Premium), 309 Euro (Professional) und 319 Euro (Ultimate) an. Die Upgrade-Versionen sollen 119,99 Euro (Home Premium), 285 Euro (Professional) und 299 Euro (Ultimate) kosten.

Abgesehen von den System-Builder-Versionen gibt es aber noch zwei Möglichkeiten, an ein günstiges Windows 7 zu gelangen. So will Microsoft für 149,99 Euro ein Family Pack mit drei Lizenzen von Windows 7 Home Premium anbieten. Abzuwarten bleibt allerdings, wie schnell das Family Pack vergriffen ist, denn dem Software-Konzern zufolge handelt es sich um ein limitiertes Angebot. Als man zuletzt Windows 7 für 50 Euro zur Vorbestellung freigab, reichten die verfügbaren Lizenzen gerade mal ein paar Sekunden – sehr zum Ärger vieler Interessenten, die sich das neue Windows gerne zum Schnäppchenpreis gesichert hätten.

Studenten sollen zudem für 35 Euro ein Upgrade auf Windows 7 Home Premium oder Windows 7 Professional erwer
ben können. Voraussetzung ist eine Mail-Adresse bei einer Hochschule und natürlich ein Rechner mit Windows XP oder Vista.