Windows 7 jetzt offiziell – na und?

Allgemein

Tag 1 des neuen Windows ist fast vorbei. Menschenmassen wie am vorgezogenen Win7-Veröffentlichungstermin in England blieben in Deutschland aber aus – die meisten Nutzer hatten das Produkt ohnehin schon vorbestellt.

Windows 7 darf ab heute offiziell in der Retail-Version verkauft werden. Das treibt die deutschen Käufer jedoch nicht in verzückten Scharen in die Computerläden wie gestern die Briten.

Die für Computer-Enthusiasten interessantere Systems-Builder-Version kann hier zudem schon seit dem 12. Oktober offiziell erworben werden, der Überraschungseffekt ist damit schon kleiner. Als Alternate.de dies als großen Windows-7-Vorverkauf ankündigte und auch in seinem Shop verkaufte, war der Andrang groß. »Wir hatten deswegen Verkehrs-Chaos hier im Industriegebiet«, erinnert sich Alternate-Sprecher Björn Bartsch an den frühen Start.

 

 

Die für PC-Hersteller gedachte System-Builder-Version darf in Deutschland, anders als in anderen Ländern, ohne Hardware-Bindung frei verkauft werden. Der Support sei gringer als bei anderen Windows-Vollversionen, Gerüchte sprechen von nur zwei Hotline-Anrufen. Microsoft war allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht für Anfragen erreichbar, um die wahren Daten zu erfragen.

 

 

Nun kommt also die Retail-Version. »Die kommt mit Handbuch, und die Schachtel sieht aus wie eine Plastik-Box«, erklärt Bartsch, der scherzt, dass man so etwas eigentlich nicht brauche. Über Verkaufszahlen am heutigen Starttag hält er sich bedeckt: »Haben Sie Verständnis, wenn wir die nicht rausgeben«.

Ähnlich zurückhaltend ist Amazon-Sprecherin Christine Höger: »Zahlen geben wir grundsätzlich nicht heraus und Trends sehen Sie auf unserer Website«. Wesentlich offener ist da der britische Amazon-Chef, der freimütig zugibt, dass er mehr Bücher und Musik-CDs verkauft als Windows 7 – aber mit Microsofts Betriebssystem deutlich mehr Geld verdient.

In den Läden, die wir selbst heute in München beobachteten, ging es gemäßigt zu: Kein Run auf die Regale, aber doch der eine oder andere Käufer. Was die Magie des Veröffentlichungsdatums angeht, haben die Deutschen wohl keinen Grund mehr, aus dem Häuschen zu geraten: Die vielen freien Betas, die früher erhältliche Systems-Builder-Version und die frühzeitige Auslieferung vorbestellter Versionen (Ein Leser des deutschen Inquirer hatte vermeldet, die Retail-Version schon am 19.10. von Amazon Deutschland erhalten zu haben) ließen die Köpfe kühl.

Wer immer noch nicht genug über die verschiedenen Windows-7-Versionen und Preise weiß, der findet hier die Daten:
Die Versionen
Die Preise
Die neuen Features
Der XP-Modus

Die Redaktion eweek hat zudem eine Geschichte zu Geschäfts-Anwendung und Marktchancen von Windows 7 geschrieben und IT im Unternehmen berichtet über die sagenumwobene VPN-Funktion DirectAccess. (Manfred Kohlen)

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