AT&T stachelt Mitarbeiter gegen Netzneutralität auf

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Gegen die neuen »linken« Regelungen um die Netzneutralität und das »Open Internet« konnte Telekommunikationskonzern nicht ankommen – und bittet nun seine Angestellten, der US-Telekommunikationsbehörde FCC das Leben mit vielen bösen Mails zu erschweren.

Die geplanten regulativen Maßnahmen des FCC-Chefs Julius Genachowksi  haben das AT&T-Management tief getroffen. Verschiedene Lobbyisten und ihre  finanzierten Politiker trommelten sogleich gegen das Gesetzesvorhaben , das sonst eher kapitalhörige Wall Street Journal trommelte dagegen und veröffentlichte AT&Ts Spendenlisten an die Republikanische Partei.

Der Telekomriese schlägt auf seine Art zurück und setzt auf eine Art Guerilla-Kriegsführung direkt gegen die Regulierer: Er hetzt seine Mitarbeiter auf, macht ihnen Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes durch die Regierungs-Einmischung und bittet alle, Kritik-Mails an die FCC zu schreiben.

Die Washington Post sieht schon heute die Anstrengungen des Konzerns scheitern. Nicht alle Breitband-Anbieter seien gegen das Gesetz, das der FCC-Chef mit den Wurzeln in der Internet-Startup-Szene entworfen hatte – es sei nur eine Frage der Einstellung, wie man mit Hilfe von neuen Geschäftsmodellen eine noch viel bessere Zukunft erwarten könne.

Heute Abend endet die Anhörungsphase der FCC, am morgigen Freitag findet die Monatsversammlung der Behördenleiter statt – und in ihr wird vermutlich entschieden, dass die Umsetzung des »Open Internet« startet, obwohl noch zahlreiche weitere Anhörungen stattfinden müssen. (Manfred Kohlen)

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