RSA Conference: Cloud Computing stopft Sicherheits-Know-how-Loch

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Auf einer Diskussion in den Hinterzimmern der RSA-Konferenz wurden Mittel besprochen, den Security-Teufel mit dem »wolkigen« Beelzebub auszutreiben.

Cloud Computing, von vielen noch als unsicher empfunden, könnte tatsächlich die Lösung vieler Sicherheitsprobleme bringen, hieß es auf der RSA-Conference Da das Knowhow in den Unternehmen nicht so schnell wächst wie die Bedrohungen, könnte nur die Auslagerung der Security-Leistungen in die Cloud das Wissensloch stopfen. Wichtig seien hier aber die richtigen vertraglichen Garantien, erklärten einige Hochkaräter der Security-Industrie.

»Die erste Reaktion auf das Cloud Computing war ‘Sie können es nicht nutzen, weil es unsicher ist’«, gab John Colley, Europachef der Non-Profit-Sicherheits-Organisation ISC2 zu bedenken. »Aber es ist eine Chance«, fügte er an.

Weil Organisationen mit unterschiedlichen Generationen der Sicherheitswahrnehmung bei den Mitarbeitern umgehen müssten, sei der Weg zu einer Cloud-Umgebung unverzichtbar, um mit den gegenwärtigen Herausforderungen noch Schritt zu halten.

Während Google und andere Cloud-Anbieter sagen, die Auslagerung in die »Wolke« sei sicher, kritisierten die Verächter der Praxis, dass alle Anbieter nicht offen genug seien, wenn es um die Informationen ginge, wo eigentlich die Daten lägen und wie diese genutzt würden. Das ändere sich jedoch mit dem Erwachsenwerden der Dienste, ergänzte Colley.

Der Geschäftsnutzen sei außerdem, dass nicht so viele teure IT-Spezialisten vor Ort sein müssten, fügte Prof. Howard A. Schmidt an. »Starke Authentifizierung und Verschlüsselung sind ja heutzutage kein Problem mehr«. Schmidt ist Präsident des InformationSecurity Forums , eines Zusammenschlusses von Unternehmen, die an der Sicherheit ihrer Firmen interessiert sind. Das ISF hat bereits die Bedenken von 300 seiner Mitglieder bei den Cloud-Anbietern vorgetragen – und man sei positiv überrascht von den Antworten, erklärte Schmidt. (Peter Judge/Manfred Kohlen)

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