»Keiner will mich«: Nokia und Siemens werden Nokia Siemens Networks nicht los

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nokia-siemens-151Die gemeinsame Netzwerktochter schreibt fast seit ihrer Gründung bedenkenswerte  Zahlen, besonders rote aber im laufenden Jahr. Der Verkauf der Braut ist ausgemachte Sache. Doch keiner will sie haben.

Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks findet laut Financial Times keinen Abnehmer in der Zunft der Finanzinvestoren. Die Geschichte von der »verkauften Braut« bleibt also ein Wunschdenken der Eltern: Und so denken Papa Siemens und Mama Nokia an Abschreibungen – und an einen Ausstieg.

Dem Bericht zufolge heißt es in Finanzkreisen: »Ich kann mir nicht vorstellen, dass NSN im augenblicklichen Zustand einen Finanzkäufer interessiert«. Nachdem Siemens schon lange den Ausstieg gesucht habe und »Nokia jetzt auch«”, wird offenbar, dass die beiden sich in den vergangenen Monaten in der Finanzinvestoren-Ecke nach einem Käufer umgehört hatten. Ergebnislos.

Das 2007 gegründete Gemeinschaftsunternehmen hatte im laufenden Jahr 2009 jedes Quartal ein operatives Minus erreicht, auch der Umsatz gehe beständig zurück.

Eine Abschreibung von fast einer Milliarde Euro (908 Millionen) ging dem gemeldeten Umsatzminus voraus, Siemens bereite eine sogar noch höhere Aschreibung vor, heißt es. Dem ist nur anzufügen: Eine Erhöhung der »Beschäftigungszahlen« in der Bundesagentur für Arbeit wird wohl nicht mehr so lang auf sich warten lassen. µ

L’Inqs:
Financial Times über den Ladenhüter NSN
Nokia Siemens Networks
Neue Züricher Zeitung über die außerordentliche Abschreibung bei NSN

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