»Alter« neuer Chef fürs BSI

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Der oberste Sicherheitswächter der Bundesrepublik wechselt. Michael Hange, Nachfolger des bisherigen BSI-Präsidenten Dr. Udo Helmbrecht, ist kein neues Gesicht: Er ist schon seit 1977 auf dem Gebiet der IT-Sicherheit in der Bundesverwaltung tätig.

Michael Hange übernimmt heute das Präsidenten-Amt im BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik). Sein Vorgänger wird die Leitung der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) in Heraklion (Griechenland) übernehmen.

Hange will gezielt da weitermachen, wo Helmbrecht aufgehört hat, und möchte das BSI immer mehr zum Sicherheitsdienstleister ausbauen. Seiner Meinung nach bräuchten »Bundesbehörden, Unternehmen und Bürger einen kompetenten und neutralen Partner«, um mit der zunehmend professionalisierten Cyberkriminalität umzugehen. Eine sichere IT-Infrastruktur und die Zusammenarbeit mit allen Akteuren der IT- und Internetbranche im Bereich der IT-Sicherheit sei ihm wichtig, erklärt Hange.

Der Security-Oberaufseher des Bundes bleibt weiterhin Mitglied des Beirates der ENISA und sitzt im Lenkungsausschuss für Informationstechnik des Deutschen Instituts für Normung (DIN).

Als Vizepräsident war Hange schon einmal von 1994 bis Anfang 2009 für das BSI tätig. Er war zuletzt Ständiger Vertreter des IT-Direktors im Innenministerium. Durch ein im August verabschiedetes »Gesetz zur Stärkung der Informationstechnik des Bundes« kann das BSI nun seine weitergehenden Aufgaben und Befugnisse nutzen, um die IT der Regierungs-Organisationen noch sicherer zu machen – und einen Teil seines dabei erlangten Wissens an die Industrie weiterzureichen. (Manfred Kohlen)

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