Ein bißchen Aufschwung: Intel kriecht aus der Krise

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Der IT-Branche geht’s seit längerem schlecht, ihrem zentralen Schrittmacher in technischer Hinsicht geht es wirtschaftlich aktuell weniger schlecht als erwartet. Ein Hoffnungszeichen?

Gespannt warteten Beobachter auf die aktuellen Quartalszahlen des weltwichtigsten Hardware-Produzenten. Und siehe da, der Chip-Waffel-Bäcker erwirtschaftete im vergangenen Vierteljahr einen Umsatz von 9,4 Milliarden Dollar – fast eine Milliarde weniger als vor genau einem Jahr. Aber auch fast anderthalb Milliarden Dollar mehr als im vorangegangenen Quartal (siehe PCpro). Und zum Jahresende soll es sogar noch besser werden. Da werden Aktionäre agil und die Börse brodelt – irrational wie immer.

Insgesamt haben die Verkäufe von Hardware wieder angezogen, wie auch der Branchenverband BITKOM in einer aktuellen Verlautbarung bestätigt (PCpro). Doch die Gewinne sinken – bei steigenden Stückzahlen. Das Problem ist nicht neu, sondern bestens bekannt. Und den Analysten von Gartner zufolge sollen im Jahr 2009 immer noch zwei Prozent PCs weniger verkauft werden als 2008.

So hält der PC-Prozessor-Produzent – gut beraten – schon seit längerem Ausschau nach neuen Absatzfeldern. Bei Mobile IT und Industrieprozessoren gibt es allerdings so etwas wie Mitbewerb – eine ungewohnte Situation für den Quasi-Monopolisten. Das inoffizielle Intel-Motto »Schneller, kleiner, heißer« hat zwar jahrelang die Nerds in den Kinderzimmern begeistert, ernsthafte Anwender und Entscheider in Unternehmen haben dagegen längst erkannt, dass nicht jeder Sachbearbeiter einen teuren PC-Porsche auf seinem Schreibtisch benötigt. Auch das bremst den PC-Markt – nachhaltig. Dagegen ist die aktuelle Krise ein Spaziergang.