Nokia Booklet 3G startet in Deutschland

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Es sieht nur aus wie ein Netbook, hat die Funktionen eines Notebooks und Bedienungs-Features eines Smartphones. Viel wurde schon darüber gelästert, doch Produktmanager David Akinjise war bei uns und wollte beweisen, warum das Gerät im Premium-Segment angesiedelt wird und der Preis fair ist.

David Akinjise war auf Tour, um das neue Booklet 3G etwas detaillierter zu promoten. In seiner übermotivierten Art bestand er darauf: »Deutschland wird das erste Land sein, in dem das Gerät erhältlich sein wird!«. Ende Oktober/Anfang November soll es so weit sein.

Windows 7 als Start-Grund?

Weil das Booklet mit Windows 7 ausgestattet ist, böte sich der Windows7-Launch am 22.10. zur Produktvorstellung an, doch PR-Mann Robert Jeschonnek wirft schnell ein: »Nein, da sind wir ja gar nicht dabei«. Trotzdem arbeite Nokia eng mit Microsoft zusammen und verwende die Funktionen von Windows 7, die die Hardware auch bis zum Gehtnichtmehr ausreizen würden. »Microsoft hat sehr gut mit den Chip-Entwicklern kooperiert«. Daher könne der finnische Hersteller auch acht Stunden Batteriezeit im laufenden Betrieb versprechen, bis zu 12 mit Standby.

O2 aber liefert das Gerät tatsächlich ab dem 22. Oktober aus. Ohne Vertrag und Finanzierung kostet das Gerät rund 700 Euro. Das Nokia Booklet 3G wird aber über »O2 My Handy« mit Finanzierung angeboten. Nach einer einmaligen Anzahlung von 249 Euro erhält der Kunde das Booklet zu einer monatlichen Rate von 20 Euro über 24 Monate. Als Datenoption empehle sich die mobile Datenflatrate für zusätzlich 25 Euro monatlich, schreibt Nokia.

Verschwörungstheoretiker mögen nun sagen, Nokia lege den Produkt-Launch extra nach Deutschland, um die Schmach und den Imageverlust nach der Bochumer Firmenschließung wiedergutzumachen. Das aber ist nicht Job der Produktvermarkter. Und außerdem: Das Booklet wird letztendlich sowieso in China produziert.

Nokia Booklt 3G

Kein Netbook, wirklich!

Dagegen, das Gerät mit einem Netbook zu vergleichen, verwehrt sich Akinjise: »Lieber nenne ich es ein Mini-Notebook«, sagt er und fügt noch an, dass es trotz der zu Billig-Netbooks vergleichbaren Größe doch ein bisschen mehr kann. Es seien zudem Funktionen integriert, die eher an Smartphones erinnern als an PCs. So genügt zum Beispiel ein kurzes Drücken des Ein/Aus-Knopfes, um das Energiemanagement zu starten – kein langes Navigieren in Windows-Menüs. Eine einfache Funktionstasten-Kombi erlaubt das Umstellen zwischen den Netzfunktionen Bluetooth, UMTS (im schnellen HSDPA), WLAN (auch nach aktuellem n-Standard) oder den Flugmodus, der eine Außenkommunikation verhindert – während man trotzdem noch weiterarbeiten kann. Onliner können mit nur einer Taste in Nokias Social-Networking-Dienst wechseln.

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Akinjise: »Das Gerät und seine Bedienung wurden komplett von unserem Smartphone-Team entwickelt«. Das Booklet 3G werde nur der erste Ausflug ins PC-Business ein – aber eben nicht als nur ein weiterer PC-Hersteller. Und obwohl Nokia keinen Steve Jobs wie Apple hat, der selbst seine Großmutter als »Premium-Ware«  verkaufen kann, will der finnische Anbieter die nächste Premium-Marke im gemischten PC- und Mobilfunkbereich etablieren.

Das Gerät kommt zunächst exklusiv bei O2 – man spricht jedoch von einer »begrenzten Exklusivität«. Das Booklet ist übrigens laut Nokia recht bruchsicher, besteht nur aus einem einzigen Stück Aluminium und kann mit einem Bewegungssensor die Festplatten vor Schäden schützen.  Die kompletten technischen Daten finden sich übrigens hier im PDF zum Herunterladen: Nokia-Booklet 3G Data Sheet.

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