Dürfen sich Marathonläufer mit Musik dopen?

Allgemein

Land der grenzenlosen Unmöglichkeiten: Bei einem Marathonlauf in den USA wurde die Siegerin nachträglich disqualifiziert – sie hatte einen iPod in ihren Rennshorts versteckt.

Es geschah beim Lakefront Marathon in Milwaukee: Die Läuferin Jennifer Goebel freute sich über ihren Sieg – den sie allerdings der Disqualifikation der eigentlich schnellsten Mitläuferin zu verdanken hatte. Diese hatte sich mit Wasser von einem unautorisierten Spender am Streckenrand erfrischen lassen. Da weiß man ja nie, was drin ist. Dann wurde die zweite Siegerin selbst Opfer aufmerksamer  Sportsittenwächter.

Und die entdeckten in oder an Frau Goebels Sportshorts einen verschämt herauslugenden Musikplayer. Verbotenes Doping! Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass es sich natürlich um einen iPod handelte – schließlich tritt Apple ja nicht als Sponsor hervor. Die Ertappte verteidigte sich mit dem Argument, Marathonlaufen sei gelegentlich »boring«, also langweilig. Dem lässt sich allerdings auf vielfältige, auch von Apple nicht autorisierte Art abhelfen. Hat eigentlich jemand Ohrhörer an der Frau gesehen?

Damit hat sie sich die Disqualifikation allerdings wohl erst recht verdient. Und man fragt sich: Warum tun Menschen Dinge, die sie selber langweilig finden? Gemeint sind Sportexzesse, nicht »Musikhören«. Nebenbei wagen wir die Prognose, dass iPod nicht olympisch wird. Obwohl es zumindest beim Golfen seinen Sinn hätte.

Quelle: cnet