Gartner rät Firmen: Nehmt Avatare an die kurze Leine

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Wenn der gut gebaute virtuelle Sexgott, im wahren Leben Vize-Vetriebsdirektor der Firma, dem Stubenmädchen-Avatar der Verkaufsleiterin aus dem dritten Stock einen pinken Dildo in sämtliche Körperöffnungen schiebt, dann könnte das dem Image der Firma womöglich abträglich sein, warnen US-Firmenberater.

Ob die steifärschigen Analysten von Gartner tatsächlich selbst die dunkelroten Zonen von Second Life & Co. durchstöbert haben, um Manager von Großkonzernen namentlich zu identifizieren? Jedenfalls raten sie in ihrem jüngsten Studienreport allen Unternehmen mit 3D- und Netzambitionen, sich mal Gedanken über interne Vorschriften für ihre Mitarbeiter zu machen. “Die virtuellen Welten werden für Businesszwecke immer interessanter, spart man durch Onlinemeetings Reisekosten und CO2 ein. Doch wer den Avataren der Belegschaft keine Vorschriften macht, könnte damit seiner Reputation schaden”, glaubt Gartner-Vizepräsident James Lundy. Sobald Mitarbeiter im Netz namentlich oder von ihrer Funktion her der Firma klar zuzuordnen seien, müssten Richtlinien für Dresscode und Benehmen gelten.
INQ_Avatar2 Es sei wie im realen Leben: Tagsüber hält der Avatar im virtuellen Kongresszentrum eine Präsentation vor den Emissären der Ländervertretungen ­- und abends zieht das Pixelmännchen sein Gummikostüm an und lässt im Rotlichtviertel die Sau raus, ohne den Namen geändert zu haben. Die Analysten von Gartner wollen auch beobachtet haben, dass Mitarbeiter bei der kreativen Gestaltung ihres Business-Avatars gerne übertreiben und selbst angezogen ein unerwünschtes Image ausstrahlen. [rm]

[ITpro]

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