Apple verlässt US-Handelskammer

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Aus Protest gegen die angeblich umweltfeindliche Politik der US-Handelskammer ist Apple ausgetreten. Sogar Greenpeace spendet dem IT-Hersteller Lob.

Die Ankündigung war ein mittlerer Paukenschlag. Apple hat die US-Handelskammer verlassen und dies in einem Brief an die Kammer auch deutlich begründet. Darin wirft Catherine A. Novelli, Vicepresident Worldwide Government Affairs, der Kammer eine umweltfeindliche Haltung vor.

Konkret wird in dem an Kammerpräsident Thomas J. Donohue adressierten Schreiben kritisiert, dass die Kammer sich gegen die Bemühungen der US-Umweltschutzbehörde EPA gewandt habe, die Emission von Treibhausgasen zu begrenzen.

Microsoft und IBM unter Druck
Da die Position der Kammer in diesem Punkt scharf von der Apples abweiche, habe man sich entschlossen, die Mitgliedschaft »mit sofortiger Wirkung« zu beenden.

Beifall für diesen Schritt bekommt Apple von einer Organisation, die sonst nicht so oft lobt: Die Umweltschützer von Greenpeace rufen »Bravo Apple« und lassen ihrerseits kein gutes Haar an der US-Handelskammer. Diese würde zwar verbal die Reduzierung von Treibhausgasen unterstützen, gleichzeitig aber Millionen Dollar ausgeben, um Lobbyarbeit gegen jegliche Beschränkung zu finanzieren.

Laut Greenpeace sitzen mit IBM und Microsoft noch zwei weitere prominente IT-Unternehmen in der Handelskammer. Auch diese sollten nach Meinung der Umweltorganisation jetzt Konsequenzen ziehen und austreten. Die Unternehmen haben sich allerdings noch nicht dazu geäußert und werden vermutlich alles tun, um den Eindruck zu vermeiden, sie hätten sich von Greenpeace unter Druck setzen lassen.
(mt)

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