Manager-Inflation bei Cisco

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Krise, welche Krise? Beim Netzwerk-Mogul Cisco ist die Anzahl der Manager in zehn Jahren um 250 Prozent gewachsen.

Wie Vicepresident Mohsen Moazami gerade auf einer Konferenz erklärte, ist das Management bei Cisco von zehn auf 2.500 bzw. 3.000 leitende Mitarbeiter gewachsen – und das in nur zehn Jahren. »Wir brauchen jeden«, bekräftigte Moazami. Man habe derzeit 30 große Projekte laufen. Weiterer Grund: Das Internet. Intelligente Arbeitsplätze und komplexere Organisationsmodelle sind gefragt. Das klingt irgendwie postindustriell und ist es wohl auch.

Letzten Endes wollte der Top-Manager aber nur in Sachen Telepresence predigen: Denn wo soviel gemanaget wird, sind hohe Reisekosten nicht fern. 5000 Meetings würden allein bei Cisco an einem einzigen Tag stattfinden, so die nächste unglaubliche Zahl. Setze man die Heerscharen von Managern allerdings statt in Flugzeuge in – natürlich von Cisco eingerichtete – Telepresence-Konferenzräume, die via Internet miteinander verbunden sind, spare man sich schnell dreistellige Milllionenbeträge zusammen, so Moazami.

Ach ja: 65.000 Mitarbeiter hat Cisco insgesamt. Also gibt es dort, um ein eingangs nahegelegtes Missverständnis aufzuklären, nicht nur Häuptlinge. Sondern auch ziemlich viele Indianer.

Quelle: TG Daily