IBM bringt Profi Online-Mailservice »iNotes«

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Das Groupware-Produkt Lotus Notes von IBM, als Software in Unternehmen verbreitet und bei Nutzern eher bekannt für seine komplizierte Bedienung, gibt es nun auch als »sicheren« Onlineservice für Firmenkunden.

Microsoft muss gerade den Hack seines Mailservices MSN eingestehen und in Zeiten, in denen viele Webnutzer an der Firmenpolitik vorbei lieber »unsichere« Mail-Accounts bei Microsoft, Google, Yahoo und anderen Webmaildiensten einrichten, hat sich nun IBM nun entschieden, das als »sicher« bekannte Notes »in die Cloud« zu bringen.

»Wo hatte IBM wohl die ‘iDee‘ für den Namen her?« frotzelt TGDaily-Autor Andrew Thomas. Doch um das i zu rechtfertigen, bietet Big Blue nun auch eine iPhone-Version von iNotes an.

Notes sei schließlich vor Windows Vista die meistgehaste Software gewesen, meint Thomas. Doch das sei inzwischen ganz anders – und den Namen hat IBM nicht nur von Apple geklaut. Statt »WindowsLive« gibt es hier eben »LotusLive iNotes« – Microsoft musste also auch als Namensgeber herhalten.

LotusLive soll also nun als »E-Mail-Service mit den Vorteilen des Cloud Computing und einem Fokus auf Zuverlässigkeit, Datenschutz und Sicherheit« starten. Millionen von »mainstream business users« würden Notes bereits nutzen und könnten für 3 US-Dollar pro Nutzer und pro Monat alle Vorteile des Dienstes nutzen. Soll heißen: Administratoren haben weniger Arbeit, und um die Sicherheit kümmert sich IBM.

Der »LotusLive iNotes Cloud Service« arbeitet mit Lotus Notes, Microsoft Exchange oder als Standalone-Produkt (womit Big Blue den Dienst auch für kleine und mittlere Unternehmen vermarktet).  Da wird es das große blaue Unternehmen in Deutschland aber schwer haben: Die laut Betreiber United Internet sicheren Profi-Services von GMX und Web.de sind bereits weit verbreitet und bieten ähnliche Dienste. IBM setzt allerdings weltweit auf Datenschutz und Sicherheit

Mail und Collaboration-Dienste seien für viele Unternehmen der richtige Einstiegspunkt ins Cloud Computing, erklärt Bob Picciano, General Manager für IBM Lotus Software. »Bei uns bekommen sie noch Service auf Enterprise-Niveau dazu«, fügt er an.

Eine kostenfreie 90-Tage-Testversion mit 25 Mailboxen und je 1 GByte Speicher pro Account ist hier in den Sprachen Englisch, Portugiesisch, Französisch, Deutsch Italienisch, Japanisch, Koreanisch, einfaches Chinesisch (kommunistisches Festland), traditionelles chinesisch (freies Taiwan) und Spanisch erhältlich. (Manfred Kohlen).

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