US-Sportler: Twitterverbot in den Spielpausen

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Die professionellen Sportligen in den USA wollen ihren Spielen den Zugang zu Onlinediensten während der Pausen verbieten. Während der Spiele und in den Pausen haben offenbar zu viele Sportler Dinge veröffentlicht, die Sportwetten und die Gegner beeinflussten.

Erst die NFL (National Football League), dann die NBA (National Basketball Association) und nun auch die NHL (National Hockey League):  Sie alle sind es satt, dass die Sport-Ereignisse an ihren Schatullen vorbei veröffentlicht werden (und die Medien bald deswegen den Sportclubs nichts mehr für die Übertragungsrechte zahlen könnten). Bis zu 30 Minuten vor dem Spiel und 30 Minuten nach dem Spiel verbieten die Organisationen nun ihren Profis jedwede Nutzung sozialer Netze, berichtet PCMag.

Die NHL arbeitet noch an den Paragraphen selbst, die anderen arbeiten vermutlich schon an den Strafmaßnahmen. Die Spieler überschritten bislang die Verbote häufig – in Zeiten mobiler Kommunikation lässt sich gemütlich per Telefon an jeder Sperre vorbeitwittern.

Die Sperren sollen in vielen Sportgruppierungen auch auf Trainer, Coaches und alle für die Spiele relevanten Personen wie etwa Busfahrer und Team-Ärzte ausgeweitet werden. Vergangene Woche sendete etwa die NBA an alle Beteiligten nette kleine Memoranden mit den Richtlinien, die die Sperre auf 45 Minuten ausweiteten. Dies war zwecklos, berichten Lokalzeitungen in Miami und Toronto: Jetzt twitterten die Basketballer erst recht, teilweise aber beleidigten sie in ihren Tweets die Gegenmannschaften und deren Fans.

Jay Triano, einer der Trainer, hat seinen Spielern nun die Mitnahme von Smartphones und Laptops ganz verbieten müssen. (Manfred Kohlen)

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