MS Ballmer schnallt den Gürtel enger

Allgemein

Die internationale Wirtschaftskrise geht auch am weltgrößten Softwarekonzern nicht vorbei: Microsoft muss sparen. Und Boss Ballmer geht mit gutem Beispiel voran. So ein Gutmensch. Und 5000 Microsoftler gehen sogar noch weiter, nämlich in die Arbeitslosigkeit.

Nachdem der Riese in Redmond aktuell zum ersten Mal in seiner Firmengeschichte einen Umsatzrückgang um drei Prozent verbuchen musste (siehe FTD), ist Sparen angesagt. Und die Führungsmannschaft geht, wie es scheint, mit gutem Beispiel voran. So lässt sich Vorstandschef Steve Ballmer seinen Jahresbonus um 100.000 auf magere 600.000 Dollar kürzen, wie die Presseabteilung fröhlich verkündet. Er verdient damit insgesamt nur noch 1,28 Millioen Dollar im Jahr, das sind fünf Prozent Einbuße, und das auch noch freiwillig ohne entsprechenden Regierungserlass wie bei den Bankern, alle Achtung! Auch sein alljährliches Weihnachtsgeschenk, ein dickes Aktienpaket, schlägt der Gutmensch und Großaktionär (über 400 Millionen Dollar Anteile) aus. So wird er fürderhin wohl verstärkt auf seine Ersparnisse zurückgreifen müssen: Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzt Ballmers Sparstrumpf auf 15 Milliarden Dollar. Da lässt sich wohl ganz gut drauf schlafen – auch wenn diesmal 100 Mille fehlen zum ganz großen Glück.

Microsoft spart durch die altruistische Geste seines doch sonst so unbescheiden auftretenden Obermotz natürlich nur symbolisch: Zu Jahresanfang wurden daher bereits 5000 Arbeitsplätze gestrichen. Damit sieht die Rechnung weniger hübsch aus. Hoffentlich stimmt sie dann wenigstens.