Yes, ICANN (vielleicht) das Web anders regeln

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Ende September läuft turnusmäßig der Vertrag zwischen dem US-Handelsministerium und der Internet-Verwaltungsinstitution ICANN aus. Das ist Routine, doch diesmal soll der Rest der Welt angeblich mehr Mitsprache erhalten. An der Zeit wäre es.

Das Non-Profit-Unternehmen ICANN geht auf den US-Präsidenten Bill Clinton zurück um dem Wildwuchs des WWW eine wirksame Kontrolle entgegenzuhalten – eine Kontrolle unter dem Dach und nach Gusto der USA allerdings. So hat auch die EU-Kommission längst eine Reform gefordert. Doch war unter den bisherigen US-Regierungen daran gar nicht zu denken. Auch der neue Präsident Obama wird sich – aller europäischen Sympathie-Vorschüsse zum Trotz – in Sachen ICANN wohl kaum das Ruder aus der Hand nehmen lasssen. Dennoch sollen einem Bericht des Economist zufolge diesmal einige neue Kontrollgremien entstehen, die erstmals auch mit Vertretern anderer Regierungen besetzt wären. Damit wäre die Kontrolle des internationalen Phänomens Internet dann endlich auch international statt hegemonial geregelt. Die Wirklichkeit bleibt abzuwarten. Am 1. Oktober wissen wir mehr.