Xerox kauft Affiliated Computer Services für 6,4 Milliarden Dollar

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Der Umsatz der Service-Sparte soll sich durch den Zukauf verdreifachen, zudem hofft Xerox durch Synergie-Effekte bis zu 400 Millionen Dollar einsparen zu können.

Viele Hardware-Hersteller versuchen derzeit ihr Service-Geschäft auszubauen, da sich dort bessere Margen erzielen lassen. Erst in der vergangenen Woche kündigte beispielsweise Dell an, den IT-Dienstleister Perot Systems für 3,9 Milliarden Dollar zu übernehmen. Xerox liegt da mit seiner gestrigen Ankündigung voll im Trend: der Druckerhersteller will Affiliated Computer Services (ACS) kaufen, das auf Business Process Outsourcing (BPO) spezialisiert ist. Xerox bietet 63,11 Dollar pro Aktie, womit die Übernahme ein Gesamtvolumen von 6,4 Milliarden Euro hätte. Die ACS-Aktionäre sollen pro ACS-Aktie 18,60 Dollar und 4,935 Xerox-Aktien erhalten.

Xerox will mit dem Kauf zum führenden Unternehmen im Bereich Dokumenten-Management und Business Process Management (BPM) werden. Der Umsatz des Service-Bereiches, der im vergangenen Jahr noch bei 3,5 Milliarden Dollar lag, soll schon nächstes Jahr auf 10 Milliarden Dollar klettern. Zudem hofft man, in den ersten drei Jahren nach der Übernahme zwischen 300 und 400 Millionen Dollar durch Synergie-Effekte zu sparen. Die sollen vor allem im Einkauf liegen, aber auch dadurch zustande kommen, dass ACS einige interne Prozesse bei Xerox abwickelt.

Die Übernahme, die bereits von den Führungsgremien der beiden Konzerne abgesegnet ist, soll im ersten Quartal 2010 über die Bühne gehen. ACS soll als eigenständiges Unternehmen bestehen bleiben und als »ACS, a Xerox company« auftreten. (Daniel Dubsky)