EU: Vorgaben für Lautstärke von MP3-Playern

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Die EU-Kommission will die maximale Lautstärke von MP3-Playern und Musik-Handys begrenzen und bessere Warnhinweise zu den Folgen des zu lauten Musikhörens einführen.

Im vergangenen Jahr kam eine EU-Studie zu dem Ergebniss, dass bei etwa fünf bis zehn Prozent der Nutzer von MP3-Playern dauerhafte Hörschäden drohen, weil sie zu häufig mit zu hoher Lautstärke Musik hören.Daher sollen die Geräte künftig in den Standardeinstellungen eine »unbedenkliche Lautstärke« haben – der EU zufolge sollte Musik mit mehr als 80 dB(A) nicht länger als 40 Stunden pro Woche gehört werden, Musik mit 89 dB(A) nicht länger als fünf Stunden.

Wie die Gerätehersteller das technisch umsetzen sollen, lässt man offen. Man wolle keine technischen Lösungen vorschreiben, um die Innovationsfähigkeit der Industrie nicht zu beeinträchtigen, heißt es seitens der EU. Höhere als die genannten Werte sollen zwar zulässig sein, allerdings müsse der Nutzer sie aktiv wählen und in einem Warnhinweis über die Risiken aufgeklärt werden. Weitere Warnungen sollen darüber informieren, dass auch der Einsatz anderer Kopfhörer als der beiliegenden zu bedenklich hoher Lautstärke führen kann.

Die Vorschläge hat die EU-Kommission dem europäischen Normungsgremium CENELEC vorgelegt, das darauf aufbauend nun EU-Normen erarbeiten soll. Das kann allerdings bis zu 24 Monate dauern. (Daniel Dubsky)