Apple wehrt sich erfolgreich gegen Trittbrettfahrer Palm

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Abgeschmettert: Palm ist nicht nur mit seinem Versuch gescheitert, sein Produkt Pre über iTunes zu synchronisieren, sondern vor allem auch mit seiner Beschwerde gegen Apples Abwehrmaßnahmen.

Der Hersteller des als Palm Pre eingeführten Smartphones hatte Apples Medienportal iTunes (aus-)genutzt, um Käufern des Geräts die Synchronisation mit ihrem PC zu ermöglichen. Dazu bedurfte es freilich eines recht halbseidenen Kunstgriffs: Das Palm Pre musste iTunes mit Hilfe einer »geborgten« ID tatsächlich vorgaukeln, ein Apple-Gerät zu sein. Apple, mit seinem Smartphone iPhone bekanntlich selber in diesem Markt aktiv, wehrte sich mittels einer neuen Version seiner Software: iTunes 9 sperrte den ungeliebten Schmarotzer einfach aus.

Hiergegen wehrte sich widerum Palm mit einer Beschwerde beim USB Implementers Forum (USB-IF). Doch der Verband mochte die Rechtsauffassung des Beleidigten nicht teilen und hat die Umgehung der Sperre durch eine unberechtigt verwendete Hersteller-ID ausdrücklich als Missbrauch und Regelverstoss bezeichnet. Damit wäre der Hersteller fortan auf eigene Software-Lösungen angewiesen.

Schlechte Zeiten also für den einstigen Platzhirsch im – längst durch die Smartphones abgelösten – Markt für Organizer, den es so wie früher ja gar nicht mehr gibt. Schlechte Zahlen liefert der Hersteller daher zwangsläufig. Schlechte Karten hat er – trotz vielleicht guter Produkte – wenn er dann auch noch mit gezinkten Karten spielt. Dass die von einem Guru geführte Firma Apple ihre Software eng an die Hardware bindet und andere aus diesem System ausschließt, mag Außenstehenden im Zeitalter offener Standards unzeitgemäß, nutzerfeindlich und unfein erscheinen – legitim ist es. Was zu beweisen war.

Quelle: PC Pro