IBM: Kein Abschied von MS Office

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IBM widerspricht Presseberichten, das Unternehmen wolle alle Mitarbeiter zum Umstieg auf Lotus Symphony zwingen. MS Office soll vorerst weiter im Einsatz bleiben – wo nötig.

Vor einigen Tagen hatte die Meldung die Runde gemacht, dass IBM Microsofts Bürosuite Office von seinen Firmenrechnern verbannen wolle und seine 360 000 Mitarbeiter angewiesen hätte, auf die hauseigene Office-Suite umzusteigen.

Doch offensichtlich ist IBMs Abkehr von Microsoft nicht so radikal wie berichtet. So erklärt IBM-Sprecher Hans-Juergen Rehm gegenüber eWEEK »Die reißerischen Artikel der vorletzten Woche geben den Sachverhalt nicht korrekt wieder.«

Zwar setzt das Unternehmen durchaus auf Lotus Symphony, das auf offenen Standards basiert und IBMs Web-2.0-Strategie unterstützen soll. Im September 2009 etwa nutzen 330 000 IBMer dieses Büroprogramm. Die meisten PCs bei IBM haben seit circa 1,5 Jahren gar kein MS Office vorinstalliert, sondern Lotus Symphony.

Die Nutzung von Symphony ist aber nicht in allen Fällen zwingend. Wenn notwendig, werde der jeweilige IBM-Mitarbeiter mit den Tools ausgerüstet, die er für seinen Job brauche, heißt es jetzt in einem offiziellen Statement. Und das kann dann auch mal Microsoft Excel oder Word sein. Wenn IBM-Kunden in ihrer IT-Umgebung mit MS Office arbeiten, werde IBM dies weiterhin unterstützen und supporten.

»Allerdings bekommen Mitarbeiter MS Office nur dann, wenn ein begründeter Bedarf besteht, der mit Symphony nicht abgedeckt ist, also beispielsweise, wenn proprietäre Makros im Austausch mit einem Kunden hier zwingend einmal MS Office voraussetzen«, sagt Rehm.
(mt)

Weblinks
IBM Lotus Symphony
PCpro-Bericht