Freelancer-Studie: Drei Jahre Lebensumstände freier Programmierer, Admins oder Journalisten im Fokus

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Die Fernuni Hagen hat sich Förderungs-Pötte gesichert, um die berufliche und persönliche Situation freier Programmierer, Netzwerker, Journalisten und anderer Freiberufler zu untersuchen.

Immer mehr Erwerbstätige sind »atypisch« beschäftigt – ganz besonders in der IT- und Medien-Industrie sind viele »Freelancer« aktiv. Das Bundesforschungsministerium und der europäische Sozialfond  haben der Fernuniversität in Hagen 515.000 Euro zugebilligt, um am Forschungsprojekt »Freelancer im Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilisierung (FlinK)« teilzunehmen.

Fragen nach Wie »FlinK« müssen die IT-Freelancer sein, um genügend Einkommen ürs Überleben zu haben und solche nach anderen Lebensumständen fließen in das Projekt ein. Zwei Lehrstühle aus Wirtschaftswissenschaft und Psychologie der Uni sollen sich die Gelder teilen. Das gesamte Fördervolumen für das dreijährige internationale Verbundprojekt mit Unternehmen und Hochschulen betrage 767.491 Euro, meldet die Uni. Die Fernuni-Lehrstühle Betriebswirtschaftslehre, insbesondere . Organisation und Planung (Prof. Dr. Ewald Scherm) und Psychologie des Erwachsenenalters (Prof. Dr. Ingrid Josephs) erforschen die individuelle, subjektive Ebene des Freiberuflers. Projektleiter ist Dr. Stefan Süß (Lehrstuhl Scherm). Als Partner machen die Gesellschaft für Informatik, die Gewerkschaft ver.di, Hubert Burda Media, der Deutsche Presseverband sowie Hochschulen in den USA, Neuseeland, Norwegen, Israel und Österreich mit.

Die Beschäftigungsform »Freelance« stelle sehr hohe Anforderungen, durch die Berufs- und Privatleben an Stabilität verlören. Wie etwa identifizieren sich die Freien mit dem Auftraggeber? Wie ist ihre Arbeitszufriedenheit? Stehen Arbeit und Privatleben im Einklang? Wie ist das Missverhältnis von notwendiger ständiger Aktualisierung der Freelancer-Kompetenzen und tatsächlicher Teilnahme an Weiterbildung?

Auch zahlreiche Software-Unternehmen nehmen teil, um ihre Freelancer für Interviews zu vermitteln – ob hier tatsächlich ein ausgewogenes Bild freier Programmierer oder Admins herauskommt, wird sich aber noch zeigen müssen. Das Projekt startet aber erst, Teilnehmer können sich also noch anmelden. (Manfred Kohlen)

 

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