Linus Torvalds: Linux-Kernel zu aufgebläht

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Auf einer Veranstaltung hat Linux-Vater Linus Torvalds den Linux-Kernel als aufgebläht bezeichnet. Er seit weit von dem schlanken und effizienten Kernel entfernt, der er sich vor 15 Jahren vorgestellt habe.

Bei einer Diskussion auf der gerade stattfindenden LinuxCon wurde Torvalds gefragt, ob neue Features möglicherweise zu schnell eingeführt würden und darunter die Stabilität leide. Hintergrund war eine Intel-Studie, der zufolge sich die Performance mit jedem Kernel-Release um etwa 2 Prozent verschlechtert.

Der Linux-Kernel sei riesig und aufgebläht, meinte Torvalds dazu, sieht die Stabilität aber nicht als Problem. Obwohl es immer mehr Code werde, sei der Kernel recht stabil – man finde Bugs genauso schnell wie man neue hinzufüge.

Einen Plan, wie man den Kernel wieder verschlanken könnte, hat Torvalds nicht. Es sei eher so, dass das Problem mit jedem neuen Feature schlimmer werde. Das sei zwar inakzeptabel, aber auch kaum zu vermeiden, so der Linux-Vater. Manchmal sei es aber schon traurig, dass man defintiv nicht den schlanken, schnellen und super-effizienten Kernel habe, den er sich vor 15 Jahren vorstellte. (Daniel Dubsky)