Skype gegen Skype

Allgemein

Die beiden schwedischen Gründer des längst in den Händen von Ebay gelandeten Computertelefonie-Dienstes opponieren gegen den gerade wieder anstehenden Verkauf ihres Babys. Über ihre neue Firma Joltid haben sie eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Hierbei geht es um die angeblich nicht lizenzierte Nutzung einer von Ebay bzw. Skype verwendeten Technologie (siehe PCPro). Joltid erhebt Anspruch auf das so genannte FastTrack-Protokoll. Es geht um eine Summe von stattlichen 75 Millionen Dollar pro Tag, berechnet seit dem ersten Tag der Nutzung. Da käme wohl einiges zusammen.

Eine gerichtliche Entscheidung zugunsten der einstigen Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis würde nicht nur den geplanten Verkauf des VoIP-Dienstes stark gefährden, so AP, sondern sogar dessen Existenz in Frage stellen. Handle es sich doch um ein zentrales Merkmal der P2P-gestützten Technologie. Es wird spekuliert, dass Zennström und Friis dem Verkäufer vielleicht nur deshalb Steine in den Weg legen, um ihr Baby zurück zu kaufen. Sollte dies nicht klappen, so wäre allerdings selbst ein Vergleich eine willkommene Finanzspritze für die aktuellen Geschäfte von Zennström und Friis, die sich wiederum ganz wesentlich um die kommerzielle Nutzung von P2P drehen. Und der mögliche Todesstoß für Skype.