Oracle-Anzeigen fordern IBM heraus und versprechen Sun-SPARC-Support

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Während HP und IBM behaupten, SPARC/Solaris sei zum Aussterben verdammt, schlägt Sun-Käufer Oracle zurück und behauptet, für die Plattform sogar mehr auszugeben als Sun es bisher tut.

Den Befürchtungen, Oracle würde Suns Hardwaregeschäft nach dem 7,4-Milliarden-Geschäft abstoßen, tritt der Software-Riese entgegen. Nein, man würde sogar die Entwicklung für SPARC/Solaris erweitern – und greift frontal IBMs Abwerbe-Versuche an.

Obwohl Oracle-Chef Larry Ellison offiziell sagte, dass er den Hardwareteil behalte wolle, kamen Gerüchte um den möglichen Verkauf des Hardwaregeschäfts an HP auf.  Mitbewerber wie HP und IBM nutzten die Verunsicherung, um mit Abwerbe-Angeboten die Kunden auf ihre Seite zu ziehen.

In ganzseitigen Zeitungsanzeigen (auf Oracles Website zu begutachten) sagen die Manager im Namen ihres Chefs: »We’re in it to win it«, man werde also mehr Geld investieren und mit IBM hart um diesen Teil des Geschäfts kämpfen.

Die Anzeigen legen den Kunden nahe, dass sie mehr Ansprechpartner und mehr Support erwarten können als je zuvor. Sie versprechen zudem eine bessere Integration mit Oracle-Software und damit eine Verbesserung der Gesamtleistung.

Doch laut HP haben sich schon mehr als 100 Sun-Kunden für Hewlett-Packards Abwerbe-Angebot »Sun Complete Care program« entschieden, ein Paket aus Services, Support und Finanzangeboten. Oracle hat allen Grund, die Hardwarekunden dennoch halten, denn viele davon arbeiten mit Oracle-Software.

Doch Sun, schon seit Platzen der Dotcom-Blase im Abwärtstrend, war voriges Quartal der größte Verlierer im Servermarkt.

Marktbeobachter sagen nun, dass HP und IBM nichts anderes tun müssten als zu warten – den Markt könnten sie so oder so erobern. Larry Ellison ist da wohl anderer Meinung. (Manfred Kohlen)

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