Endlich fertig: WLAN-Standard 802.11n

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Nach jahrelangen Verzögerungen wurde der neue WLAN-Standard 802.11n Ende der vergangenen Woche ratifiziert. Damit ist endlich offiziell, was schon lange in fast allen Notebooks funkt.

Die Anfänge von 802.11n reichen bis ins Jahr 2002 zurück, doch nachdem man 2006 schon kurz vor der Fertigstellung des neuen WLAN-Standards stand, verzögerten sich die Arbeiten. Grund waren Streitigkeiten zwischen verschiedenen Herstellergruppierungen, die versuchten, eigene Technologien im Standard durchzusetzen. Dennoch funken nahezu alle aktuellen Notebooks nach 802.11n, da die Wi-Fi Alliance 2007 damit begann, WLAN-Geräte auf Basis des zweiten 802.11n-Entwurfes zu zertifizieren – zu groß war der Wunsch nach größerer Bandbreite im Funknetz, als das man auf die Verabschiedung des Standards warten wollte.

Diese erfolgte nun tatsächlich am vergangenen Freitag. Da es keine entscheidenden Änderungen am Standard mehr gab, werde man an den Basisvoraussetzungen für eine 802.11n-Zertifizierung nichts ändern, kündigte die Wi-Fi Alliance bereits an, man werde lediglich einige kleine, optionale Ergänzungen vornehmen.

802.11n nutzt mehrere Antennen zum Senden und Empfangen (Multiple Input Multiple Output, kurz: MIMO) und schraubt damit den Datendurchsatz im Funknetzwerk auf stattliche 600 MBit/s. Aktuelle Geräte funken noch mit den im zweiten Entwurf vorgesehenen 300 MBit/s. Zudem kann der Standard anders als seine Vorgänger sowohl das 2,4- als auch das 5-GHz-Frequenzband nutzen. 802.11a und 802.11g erreichten nur 54 MBit/s und waren ausschließlich im 5- beziehungsweise 2,4-GHz-Bereich zuhause. (Daniel Dubsky)