Massiver Umsatzeinbruch bei Sun-Servern

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Kunden haben womöglich Angst, dass ihre Hardware bald nicht mehr unterstützt wird – und kaufen erst mal Nichts. HP, der potentielle Käufer des Sun-Hardware-Geschäfts, kann sich in den Preisverhandlungen mit Oracle bequem zurücklehnen und abwarten.

Ist der Einkauf von Sun durch Oracle der Todesstoß für Sun-Server? Wer sich die IDC-Studie über den Servermarkt von voriger Woche  genauer ansieht, wird schnell dieser Meinung sein. Seit Ankündigung der Sun-Übernahme durch Oracle fiel der Sun-Umsatz mit Servern um sagenhafte 37 Prozent – schlimmer noch als der Rest des ohnehin schon abgestürzten Server-Marktes.

Und obwohl im Gespräch ist, dass Sun-Partner Hewlett-Packard die Sun-Hardwaresparte übernehmen könnte sind sich die Kunden wohl nicht sicher, ob sie bei den Servern noch zugreifen sollen.

Dass der Verkauf an HP stattfinden könnte, ist für sich alleine wohl kein Problem, doch Oracle scheint nach Ankündigung einer EU-Untersuchung in der Schockstarre zu liegen. Die Untersuchung  betrifft nicht einmal das Hardwaregeschäft, doch die Frage ist, wie sehr sie den Datenbankriesen lähmt.

Schön für HP, denn Verhandlungspartner Larry Ellison kann inzwischen, besonders nach Bekanntgabe der IDC-Zahlen, nicht mehr so hoch pokern.
Da inzwischen die Mitbewerber HP und IBM sogar schon besondere Umstiegs-Angebote für verunsicherte Sun-Kunden offerieren, trägt dies zum Wertverlust der Sun-Hardwaresparte bei. Nicht Oracle, sondern HP kann pokern.

Bis die EU-Kommission nicht auch grünes Licht für den Sun-Kauf gegeben hat, kann Oracle die gekaufte Firma nicht integrieren – geschweige denn einen Teil veräußern. (Manfred Kohlen)

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