MS will Virtualisierungkrieg gewinnen
Microsoft kämpft um den Virtualisierungsmarkt

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Verbissen und erfolgreich hatte Microsoft schon den »Browserkrieg« gewonnen. Der »Virtualisierungskrieg« hat schon begonnen, doch im Kampf mit VMware und Konsorten hat MS es weit schwerer. Ein Chance für Unternehmen, ihre Wünsche an die Hersteller durchzusetzen.

Virtualisierungskrieg

Microsoft sieht einen 30prozentigen Umsatzzuwachs bei Unternehmen, die MS-Virtualisierung einsetzten. Manche Medien verstanden diese Meldung auch als ein 30-prozentiges Umsatzwachstum bei Microsofts System Center-Tools zur Verwaltung virtueller Umgebungen. Und auch, wenn bei der Originalmeldung etwas anderes im Mittelpunkt stand, ist dies ein starkes Zeichen für die Akzeptanz von Virtualisierung in Unternehmen.

Dass der Umsatz bei den System Center Tools von 2008 auf 2009 tartsächlich um 30 Prozent auf über eine Milliarde US-Dollar (mehr als 700 Millionen Euro) weltweit gestiegen ist, war eher ein Nebensatz. Die Marktforscher der Experton Group ermittelten 2008, nur 20 Prozent der deutschen Unternehmen seien an Virtualisierung interessiert. Für 2009 werden 40 Prozent erwartet.

Schön für viele Anbieter, auch Microsoft. Der Software-Anbieter sieht sich hier allerdings mit einer wahren Übermacht an Gegnern konfrontiert, allen voran VMware. Für New-York-Times-Autor Steve Lohr deutet sich hier eine Wiederkehr eines Software-Kriegs an, der noch viel mehr Auswirkungen haben könnte als der seinerzeit gegen Netscape gewonnene Browserkrieg. 

Der »Virtualisierungskrieg« werde härter als der Browserkrieg, und Microsoft beginne wieder auf bewährte Weise, seine Technik kostenlos als Bestandteil eines Systems auszuliefern (Windows Server 2008). Diesmal hat der Software-Riese wohl viel mehr an seinen Funktionen und ihrer Steuerung gefeilt: Hyper-V und die anderen Virtualisierungs-Tools von MS sollen auf Servern, Desktops und anderen Ebenen angreifen und können es durchaus mit der Konkurrenz aufnehmen.

Lohr zufolge habe Virtualisierung die Gefahr für MS in sich, die zentrale Rolle der Betriebssysteme zu erschüttern. Wohl deshalb sei MS so verbissen dabei, seine Plattform in die Unternehmen zu bringen.

Offenbar mit Erfolg, denn selten hat Microsoft so schnell so viele Erweiterungen rund um nur eine Produktfamilie gebaut wie nun bei den Virtualisierungs-Tools. Die Großkunden geben derzeit den Takt an: Die Vorbild-Produkte von VMware, Citrix und neuerdings auch von Microsoft-Gefährdung Oracle laufen um die Wette, um die besten und sparsamsten Lösungen zu liefern.

Weil die Virtualisirung so viel Facetten hat, müssen die Anbieter gleich an mehreren Fronten kämpfen, um die großen und kleinen Kunden zu gewinnen. Tipp: Seien Sie sichnicht zu schade, nach bestimmten Funktionaltäten zu fragen. Auh ein Riese wie Microsoft muss Interesse an den Kundenwünschen zigen, um diesen Krieg zu gewinnen. (Manfred Kohlen)

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